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MultiGips und TECE informieren über systemgeprüfte Installationswände

(16.11.2015) Als Installationswände werden Wände bezeichnet, an denen in Gebäu­den gebäudetechnische Komponenten befestigt werden - allen voran Sanitärinstalla­tionen. Aus Sicht des baulichen Schallschutzes haben solche Wände die Aufgabe, die Übertragung von Geräuschen so gut wie es geht zu unterbinden. Da speziell Geräu­sche aus der Sanitärinstallationen zu den besonders störenden akustischen Einwirkun­gen in Gebäuden zählen, definiert die DIN 4109 (Schallschutz im Hochbau) zum Schutz der Bewohner baurechtlich eingeführte Anforderungen an den zulässigen Schalldruck­pegel in schutzbedürftigen Räumen im fremden Wohnbereich, z.B. in Schlafzimmern.

Zur Einhaltung der Anforderungen schreibt die DIN 4109 für Installationswände die Verwendung von Massivwand-Konstruktionen mit einer flächenbezogenen Masse von 220 kg/m² vor. Eine typische Konstruktion für eine Installationswand mit dieser flä­chenbezogenen Masse ist 115 mm dickes Mauerwerk (RDK 2.0) mit beidseitigem In­nenputz. Alternativ können auch andere Konstruktionen verwendet werden, wenn nachgewiesen werden kann, dass sich diese schalltechnisch nicht ungünstiger ver­halten.

Da heute tendenziell leichtere Bauweisen favorisiert werden, finden häufig auch leich­te Trennwände aus Gips-Wandbauplatten Anwendung. Diese Wände haben bei der im Wohnbau häufig verwendeten Plattendicke von 100 mm eine flächenbezogene Masse von nur ca. 85 kg/m² bis 90 kg/m² (bei mittlerer Rohdichte) bzw. rund 120 kg/m² oder 140 kg/m² (bei hoher Rohdichte). Ihre flächenbezogene Masse liegt damit deutlich un­ter den normativen Vorgaben. Gips-Wandbauplatten werden jedoch nicht starr an den Baukörper angeschlossen, sondern durch Randanschlussstreifen vom Tragwerk ent­koppelt eingebaut, woraus sowohl eine höhere Stoßstellendämmung gegenüber einem starren Anschluss als auch eine Verbesserung der Direktschalldämmung resultiert.

Am Fraunhofer Institut für Bauphysik wurde vor diesem Hinter­grund im Rahmen von Messungen zum Geräuschverhalten die schalltechnische Eignung von Gips-Massiv-Wänden in Verbin­dung mit dem Vorwandsystem TECEprofil des Haustechnikan­bieters TECE aus Emsdetten untersucht. Die Ergebnisse konn­ten direkt mit den schalltechnischen Eigenschaften einer eben­falls untersuchten Massivwand (220 kg/m²) verglichen werden. Der Fachbrief 12 von MultiGips bezieht sich direkt auf die Er­gebnisse dieser Untersuchungen und belegt die Eignung der gewählten Systemaufbauten.

Der MultiGips Fachbrief 12 „Schallschutz bei Installations­geräuschen im System gelöst“ ist unter multigips.de > Download > MultiGips Fachbrief downloadbar (direkter PDF-Download). Weitere Informationen zu Gips-Massiv-Wänden können per E-Mail an VG-Orth angefordert werden. 

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