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Berlin will über eine halbe Milliarde Euro in Fertigbau-Wohnungen investieren


  

(12.10.2015) Der Berliner Senat will rbb-Informationen zufolge 612 Millionen Euro in Leichtbau-Häuser investieren. Medienbe­richten zufolge geht es insgesamt um Unterkünfte für 24.000 Menschen - vor allem für Flüchtlinge -, die bis Ende 2016 er­richtet werden sollen.

„Das Hoffnungssignal, das wir damit verbinden, ist, dass zum Beispiel Turnhallen und auch andere Gebäude, die jetzt belegt sind und eigentlich nicht zur Unterbringung auf Dauer geeignet sind, wieder freigezogen werden können“, sagte Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) dem rbb. Finanziert werden soll rund die Hälfte der In­vestitionen von der landeseigenen Wohnungsgesellschaft Berlinovo. 10% kommen aus einem Zuschuss, den der Bund für Flüchtlingsunterkünfte bereitstellt.

„Wir werden in der nächsten Woche die erste Ausschreibung starten für eine Größen­ordnung von etwa acht Grundstücken“, erklärte Berlins Bausenator Andreas Geisel (SPD) dem rbb. Insgesamt soll an 60 Standorten gebaut werden. Aber anders als ur­sprünglich vorgesehen, sollen nicht vorrangig Wohnungen für Familien entstehen, son­dern vor allem Gemeinschaftsunterkünfte.

Bausenator Geisel sagte zur Begründung, die meisten Geflüchteten seien junge Männer unter 30 Jahren und „Integrationsexperten haben uns gesagt, es ist gut und wichtig, sie an einem Ort zusammenzufassen“. So könnten leichter Sprachkurse angeboten und Sozialarbeiter zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus würde auch Platz für Ob­dachlosenunterkünfte und Frauenhäuser in den neuen entstehenden Leichtbau-Häu­sern geschaffen.

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