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Grid-supportive buildings: netzdienliche / netzreaktive Gebäude


  

(7.10.2015) Im Rahmen der „International Conference Fu­ture Buildings & Districts“ (CISBAT) in Lausanne gab es am 10. September 2015 einen Workshop zu dem Thema „Grid-supportive buildings“ - durchgeführt vom Fraunhofer ISE, dem Fraunhofer IBP und der RWTH Aachen.

Ziel des Workshops war es, die Rolle und Wirkung von Gebäuden im übergeordneten Energiesystem zu diskutieren - insbesondere vor dem Hintergrund der Energiewende und dem Übergang zu einem hohen Anteil fluktuierender erneuerbarer Energieträger wie Windkraft und Photovoltaik. Im Fokus stand dabei die Frage, welche Flexibilität Gebäude den Stromnetzen und dem Energiesystem anbieten können, und wie diese technisch erschlossen und quantitativ bemessen werden kann. Die vorgestellten Konzepte und Lösungsansätze basieren auf Arbeiten aus dem vom BMWi geförder­ten nationalen Verbundprojekt „Netzreaktive Gebäude“.

„Grid Support Coefficient“ (GSC)

Nach dem Impulsvortrag von Prof. Per Heiselberg (Aalborg University) wurde vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) die Kennzahl „Grid Support Coef­ficient“ (GSC) vorgestellt. Sie beschreibt, wie gut oder schlecht der zeitliche Verlauf eines Stromverbrauches oder einer Stromproduktion mit der Verfügbarkeit von Wind- und Sonnenstrom im Netz harmoniert. Damit soll sich die Netzdienlichkeit elektrischer Verbraucher und Erzeuger konsistent bewerten lassen.

Von Seiten des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik (IBP) wurde diskutiert, wie gut thermische Speicher in Gebäuden in Verbindung mit einer elektrischen Wärmepumpe es ermöglichen, überschüssigen regenerativen Strom in Wohngebäuden einer Modell­region zu speichern. Außerdem wurde analysiert, welche Auswirkungen auf den Ener­giebedarf sowie den thermischen Komfort entstehen.

Die RWTH Aachen (E.ON Energy Research Center) präsentierte Ergebnisse einer Si­mulationsstudie, welche die Auswirkungen eines hohen Anteils von Photovoltaikanla­gen und Wärmepumpen auf die Entpässe in der Verteilnetzebene analysiert. Hierbei wurden die technischen Grenzen für einen „netzreaktiven“ Gebäudebetrieb aufzeigt.

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