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Zwangsdigitalisierung der Haustechnik durch die Kellertür?

smarter Stromzähler
smarter Stromzähler
  

(27.9.2015) Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat mit dem Referentenentwurf zur Digitalisierung der Energiewende den Startschuss für den Smart Meter-Einbau in Deutschland gegeben. Nach dem Willen der Bundesregierung sollen ...

  • ab 2017 erst einmal Großverbraucher und
  • ab 2020 auch Haushalte mit einem Verbrauch von mehr als 6.000 kWh

... zum Einbau smarter Stromzähler und Messsysteme ver­pflichtet werden. Netzbetreiber sollen darüber hinaus auch Haushalte, die weniger als 6.000 kWh verbrauchen, nach ei­genem Ermessen mit intelligenten Messsystemen ausstatten dürfen - ohne dass die Verbraucher dem widersprechen kön­nen.

Verbraucherzentrale Bundesverband ist gegen die Zwangsdigitalisierung

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) lehnt dieses Vorhaben ab und fordert die Bundesregierung auf, den Einbau von Smart Metern nur auf freiwilliger Basis ein­zuführen. Denn „wieder einmal sollen Verbraucher die Zahlmeister der Energiewende sein. Hightech in den Kellern bringt den Verbrauchern kaum Mehrwert, dafür aber dau­erhafte Kosten“, bemängelt Klaus Müller, Vorstand des vzbv. Ferner würden die Netz­entgelte steigen aufgrund der Kostenbestandteile, die als netzdienlich eingestuft wer­den und damit über die Anreizregulierung finanziert werden sollen. Dies betreffe bei­spielsweise die Steuerungstechnik der Photovoltaik-Anlagen.

Auch der Energiewende werde der Smart Meter-Einbau beim Kleinstverbraucher nichts bringen - zu kleinteilig und unflexibel seien die anfallenden Verbräuche. Verbraucher erhielten zwar mehr Informationen zu ihrem Energieverbrauch - das passiere aber in vielen Fällen nicht automatisch und sei immer mit den Zusatzkosten von bis zu 100 Euro pro Jahr verbunden.

Zudem werden mit Smart Metern massenhaft sensible Daten gesammelt. „Es ist ein Novum, dass Verbraucher zur Preisgabe von Daten quasi gezwungen werden und dem nicht widersprechen können. Die Zwangsdigitalisierung durch die Kellertür ist der fal­sche Weg“, so Müller.

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