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Tipps und Infos vom ift Rosenheim zu Planung und Kauf von Insektenschutzgittern

(9.7.2015) Moderne Gebäude müssen vielfältige Anforderungen erfüllen. Neben Ener­gieeffizienz, Sicherheit und Nachhaltigkeit ist der Wohnkomfort für die meisten Bau­herren ein wichtiger Gesichtspunkt, der täglich erlebbar ist. Hierbei ist der Insekten­schutz ein Aspekt, der bei der Planung und Ausführung häufig vergessen wird und erst zur Diskussion kommt, wenn kleine Plagegeister in Haus oder Wohnung stören. Deshalb steht der Insektenschutz für viele Bauherren erst später auf der Agenda, und eine Vielzahl unterschiedlicher Ausführungsvarianten steht für die Nachrüstung und den Neubau zur Verfügung. Damit der Bauherr oder Mieter lange Freude an ei­nem neuen Insektenschutz hat, sollten für die wichtigen und qualitätsbestimmenden Eigenschaften verlässliche technische Angaben und Prüfnachweise vorliegen. Welche Anforderungen, normativen Grundlagen und Qualitätsanforderungen zu beachten sind, zeigt nachfolgender Artikel.

Anforderungen

Die Verwendung und Ausführung von Insektenschutzgittern ist in der europäischen Produktnorm DIN EN 13561 „Markisen - Leistungs- und Sicherheitsanforderungen“ de­finiert, die hauptsächlich für Markisen gilt, aber auch Insektenschutzgitter umfasst. Hier werden die Eigenschaften und deren Prüfungen beschrieben. Technische Kenn­werte und Nachweise zum Brandverhalten, Lichttransmissionsgrad, Nutzungssicherheit und Widerstand gegen Windlast sind normativ bzw. gesetzlich gefordert und können durch den Hersteller oder eine unabhängige notifizierte Prüfstelle erbracht werden. Viele weitere Eigenschaften sind nicht in der Produktnorm beschrieben, aber dennoch wichtig, beispielsweise ...

  • die Luftdurchlässigkeit (nicht zu verwechseln mit der Luftdichtheit),
  • die UV-Beständigkeit und
  • Reißfestigkeit des Schutzgewebes.

Diese können durch den Hersteller oder eine unabhängige neutrale Prüfstelle getestet werden. Auch die Festigkeit des Rahmens und der Beschläge haben maßgeblichen Ein­fluss auf die Qualität und Dauerhaftigkeit des Insektenschutzes. Wichtige Eigenschaf­ten eines Insektenschutzes sind:

Qualität, Festigkeit und Gebrauchstauglichkeit

Anders als das Glas bei Fenstern und Türen kann das Netzgewebe kaum zur Festig­keit und Stabilität des kompletten Insektenschutzsystems beitragen, so dass das Profil des Umfassungsrahmens inkl. der Eckverbindungen alle Belastungen, die durch die Bewegung entstehen, aufnehmen muss. Die Eckverbindung von Hohlprofilen wird in der Regel durch eingesteckte Formstücke erstellt. Diese sollten am besten aus Me­tall (Aluminium, Stahl, Druckguss) bestehen und zusätzlich verklebt sein. Auch die Beschläge (Schiebe- und Drehrahmen) haben großen Einfluss auf die Funktionsfähig­keit und sollten ebenfalls aus hochwertigen Materialien bestehen (z.B. rostfreier Edelstahl).

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beide Bilder: NEHER Systeme GmbH & Co. KG

Gerade Insektenschutztüren auf Balkon und Terrasse werden häufig 10 bis 20 mal pro Tag geöffnet bzw. geschlossen. Hier kommen über 20 Jahre leicht 50.000 Öffnungs­zyklen oder mehr zusammen (Bauelemente sollten eine Nutzungszeit von 20 bis 30 Jahren haben). Die sicherste Methode die Tauglichkeit zu testen, ist eine Dauerfunk­tionsprüfung (DIN EN 1191), mit der die Belastungen des Rahmens und der Beschläge für eine beliebige Nutzungszeit simuliert werden können. Das gilt besonders für groß­formatige Konstruktionen mit Höhen über 250 cm und Breiten über 120 cm.


Prüfung der Dauerfunktion - Bild: ift Rosenheim

Weitere wichtige qualitätsbestimmende Merkmale sind die UV-Beständigkeit des Profils und des Netzgewebes sowie dessen Reißfestigkeit. Gerade wenn Hunde, Katzen oder andere Tiere das Haus „mitbewohnen“, sollte auf eine hohe Reißfestigkeit geachtet oder Gewebe aus Metall verwendet werden (Edelstahl), damit es nicht beim ersten „Öffnungsversuch“ des Haustiers reißt. Dies gilt auch, wenn man kleine Nagetiere si­cher aus dem Haus halten will.

Reinigung und Wartung

Wichtig ist auch eine einfache Reinigungsmöglichkeit, denn an dem engmaschigen Ge­webe und auch der umlaufenden Bürstendichtung bleiben neben Staub und Pflanzen­fasern natürlich auch Insekten hängen, die gerne von Vögeln und Wespen als Futter genutzt werden und dann Schäden am Gewebe verursachen können. Die Verarbei­tungsqualität der Fasern hat durchaus einen Einfluss und sollte eine möglichst gerin­ge Rauigkeit der Oberfläche aufweisen - dies lässt sich auch per Hand vergleichen.

Die Reinigung kann gut mit der Staubsaugerbürste und einem feuchten Tuch mit Was­ser und Waschmitteln für Funktionstextilien durchgeführt werden. Für Metallgitter ist ein ph-neutrales Reinigungsmittel geeignet. Flugrost sollte unmittelbar entfernt wer­den. Pollenschutzgewebe sollte am besten häufiger unter fließendem Wasser abgewa­schen werden, da die Pollen durch die statische Wirkung regelrecht an der Gewebefa­ser „kleben“. Die beweglichen Beschlagteile sollten einmal pro Jahr mit säurefreiem Öl oder Fett geschmiert werden. Dabei können auch die Verschraubungen und Beschlag­teile wie Federstifte, Drehbänder, Laufrollen oder Winkellaschen auf festen Sitz über­prüft werden.

Insektenschutz

Die Kernaufgabe ist natürlich das Eindringen von Insekten wie Wespen, Motten, Amei­sen, Fliegen oder Stechmücken zu verhindern. Dies wird durch die Wahl der richtigen Maschenweite erreicht. In Deutschland hat sich eine lichte Maschenweite von ca. 1,4 x 1,4 mm bewährt, mit der die meisten Insektenarten abgehalten werden (ins­besondere weit verbreitete Arten wie die Stubenfliege oder die Stechmücke). Durch eine Verringerung der Maschenweite könnten auch kleinere Arten wie die Dungmücke abgehalten werden, die aber nicht sticht und in Siedlungsgebieten selten vorkommt. Allerdings wird durch eine geringere Maschenweite auch die Durchsicht und Luft­durchlässigkeit weiter eingeschränkt.

Neben dem Netzgewebe ist auch die Abdichtung des Rahmens wichtig. Hier kom­men in der Regel Bürstendichtungen zum Einsatz, die bei beweglichen Elementen ei­nem natürlichen Verschleiß unterliegen und deshalb austauschbar sein sollten. Bei der Verarbeitung muss besonders auf die Dichtheit in den Ecken und bei der Montage da­rauf geachtet werden, dass die Dichtung umlaufend anliegt. Das lässt sich leicht per Augenschein, Schieblehre oder mit einem dicken Papierstück/Karton (ca. 1,4 mm) prüfen.

Luftdurchlässigkeit, Transparenz und Lichttransmission

Insektenschutzgitter sollen zwar die Insekten abhalten, aber wichtige Funktionen wie die Durchsicht (Lichttransmission) und die Lüftung (Luftdurchlässigkeit) nicht zu stark einschränken:

  • Die Lichttransmission beeinflusst die Versorgung mit natürlichem Tageslicht und den Durchblick (Transparenz).
  • Eine gute Luftdurchlässigkeit sorgt nicht nur für frische Luft, sondern ermög­licht im Sommer auch eine Nachtauskühlung durch einen natürlichen Luftaus­tausch. Hierdurch kann die Innenraumtemperatur ohne technische Klimatisie­rung gesenkt werden kann.

Beide Funktionen sind direkt abhängig von der Netzgröße und der Fadenstärke. Das heißt je dicker der Faden und je enger die Netzgröße, desto geringer die Durchsicht und die Luftdurchlässigkeit. Die Fadenstärke variiert zwischen 0,13 und 0,6 mm und die Öffnungsgröße der Maschen zwischen 1,0 und 2,24 mm².


Vergleich der Transparenz zwischen Standard- und Transparentgewebe - Bild: Neher (Bild vergrößern)

Die Luftdurchlässigkeit wird gemäß EN ISO 9237 bei einer Druckdifferenz von 30 Pas­cal geprüft. Zum Produktvergleich sind die Kennwerte geeignet. Eine Übertragung des Luftvolumens auf reale Verhältnisse ist allerdings nicht möglich, da bei windstillem Wetter in der Regel nur Luftdruckunterschiede von 2-4 Pascal vorliegen. Für die Pra­xis kann man aber von einem nur geringfügig verminderten Luftaustausch gegenüber einem geöffneten Fenster ausgehen.

Eine Alternative zu offenen Fenstern mit Insektenschutz bieten auch Fensterlüfter mit Ventilator und Insektenschutzfiltern, die ebenfalls für frische Luft sorgen und Insekten draußen halten, aber einen sehr viel besseren Schallschutz haben - sicher eine inte­ressante Alternative für den Schlafraum.

Materialien

Der Insektenschutz besteht aus einem Rahmen, einem Netz­gewebe, Beschlägen bei beweglichen Systemen und einer Ab­dichtung zwischen Rahmen und Fenster.

Die Rahmenprofile können aus Holz, Kunststoff, Stahl oder Aluminium bestehen. In der Regel werden Hohlprofile aus Alu­minium verwendet, da diese bei vergleichsweise geringem Ge­wicht eine hohe Festigkeit haben, einfach verarbeitet und mit Farbe beschichtet werden können.

Bei dunklen Profilen (braun, schwarz) muss darauf geachtet werden, dass bei der Montage genügend „Spiel“ bleibt, da sich die Profile bei Sonneneinstrahlung erwärmen und ausdehnen. Wichtig ist auch eine stabile Befestigung der Beschläge am Profil mittels Nieten, Schrauben oder Klebung.

Das Netzgewebe besteht aus Kunststoffen (PVC, Fiberglas, Polyethylen, Polyester) oder aus Metallen (Stahl verzinkt, Kupfer, Messing, Aluminium, rostfreier Edelstahl). Die Materi­alwahl hängt vom Design und vom Einsatzzweck ab. Maßgeb­lich ist hier die Reißfestigkeit, die bei vorhandenen Haustieren höher sein sollte. Dies wird durch verstärkte Gewebe (dicker), Fasern mit höherer Reißfestigkeit oder Metallgitter erreicht. Wenn gleichzeitig auch das Eindringen von Nagetieren ver­hindert werden soll, kommt am besten Metall zum Einsatz (Durchbiss-Schutz).

Als Standard hat sich ein Gewebe aus kunststoffummanteltem Fiberglas (ca. 0,3 - 0,4 mm und einer Maschenweite von ca. 1,4 x 1,2 mm) etabliert, bei dem die Kreuzpunkte des Netzge­webes mittels Infrarotverschweißung erstellt werden.

Durch eine sichtneutrale Färbung ergeben sich ein guter Durchblick und ausreichende Reißfestigkeit sowie Beständig­keit gegen Verwitterung. Durch dünnere Fäden (ca. 0,2 mm) erhöht sich die Transparenz, und die Gewebe werden als Transparenzgewebe angeboten. Wichtig ist dabei, dass sich die Reißfestigkeit nicht reduziert.

Überblick über verschiedene Gewebearten - siehe Bild rechts von Trittec):

  1. Pollenschutzgewebe (Bild)
  2. Transparenzgewebe (Bild)
  3. Fiberglasgewebe (Bild)
  4. Edelstahlgewebe (Bild)
  5. Hitzeschutzgewebe (Bild)
  6. Haustierschutzgewebe (Bild)

Konstruktion und Ausführung

Ein moderner Insektenschutz besteht aus einem Rahmen, Netzgewebe, Beschlägen bei beweglichen Elementen und einer Abdichtung zwischen Rahmen und Fenster. Erst wenn alle diese Einzelteile zusammen funktionieren, entsteht ein wirksamer und dau­erhafter Insektenschutz. Bei außen liegenden Rollläden muss die Profildicke des Rah­mens kleiner als der Spalt zwischen Fenster und Rollladenpanzer sein. Um die Funk­tionalität des Insektenschutzes zu gewährleisten, sollte es auch auf die verschiede­nen Fensterarten (flächenbündig, flächenversetzt und halbflächenversetzt) passen. Generell gilt für große Elemente und Türen, dass Sprossen die Festigkeit verbessern und auch als visueller „Durchlaufschutz“ dienen. Eine unkomplizierte Montage und Demontage erleichtern den Ausbau für die Wintermonate und zur Reinigung. Grund­sätzlich lässt sich eine Einteilung zwischen feststehenden und beweglichen Rahmen unterscheiden. Am Markt gibt es folgende Ausführungen:

Spannrahmen sind einfache und preisgünstige Rahmen, die für Fenster geeignet sind, bei denen man nicht nach außen greift, um beispielsweise Blumen zu gießen. Die Rahmen werden meistens durch Spannfedern oder Klammern fixiert, um eine Beschädi­gung des Fensters durch Bohrungen und Verschraubungen zu vermeiden. Dies ist be­sonders bei Holzfenstern wichtig, um die Oberfläche und damit das Holz nicht zu schädigen.

Drehrahmen sind Rahmen mit Drehbeschlägen, die sich für Türen oder Fenster eig­nen, bei denen man auch nach außen greifen möchte. Diese sind nach innen und au­ßen öffnend erhältlich. Hier ist die Stabilität des Rahmens besonders wichtig, um die Belastung der Drehbewegung auszuhalten und die Drehbeschläge sicher zu befestigen. Dies gilt besonders für hohe (> 220 cm) und breite Türen (> 120 cm). In der Regel kommen Einlassgriffe und Magnetverschlüsse zum Einsatz, um die Dicke nicht zu erhö­hen. Vorteilhaft sind Beschläge, die eine selbsttätige Schließung mittels eingesetzter Federn ermöglichen. Diese unterliegen einem gewissen Verschleiß und sollten deshalb austauschbar sein. Durch den Einsatz von Pendelbeschlägen ergibt sich eine einfache Nutzung in beide Richtungen (innen und außen) ohne Nutzung der Hände, praktisch für eine Terrassentür, bei der es ständig hinein- und hinausgeht.

Rollogitter ähneln einem Rollladen, bei dem das Gewebe auf einer Spannrolle sitzt und sich der Insektenschutz vertikal in jeder Position fixieren lassen sollte. Dies eig­net sich gut für Fenster und Türen, bei denen ständig ein Teil geöffnet sein soll, oder auch für Dachflächenfenster bzw. für zusammensetzte Elemente mit Ober- oder Un­terlicht. Die selbsttätige Fixierung der Zugschiene wird durch eine eingebaute Feder erreicht, die in eingebautem Zustand nachzustellen sein sollte. Die obere Welle sollte höhenverstellbar sein, um ein dauerhaft straff gespanntes und parallel geführtes Ge­webe zu garantieren. Die seitliche Führung sollte eine Bürstenführung haben, die das Ausfädeln des Gewebes bei Wind verhindert. Auch diese bewegliche Stelle ist eine konstruktive Schwachstelle, die sorgfältig ausgeführt sein sollte und einen Austausch der Bürstendichtung zulässt. Häufig wird das Rollo auch elektrisch ausgeführt, da sich der Mehraufwand und Mehrkosten in Grenzen halten, aber der Komfort erheblich ver­bessert wird.

Schieberahmen ermöglichen eine seitliche Öffnung und Fixierung in jeder Position und eignet sich so gut für große Öffnungen sowie Schiebe- bzw. Hebe-Schiebetüren auf Terrasse oder Balkon. Die Schiebebeschläge sollten aus hochwertigen, wartungs­armen Laufrollen mit Edelstahlkugellager bestehen und ein sicheres Abbremsen und Arretieren gewährleisten. Vorteilhaft sind durchgehende, eingelassene Griffleisten, die eine einfache Bedienung auch für Kinder ermöglichen.

Plissee ähnelt der Schiebeanlage. Allerdings wird die seitliche Bewegung durch die „Plissierung“ (Faltung) des Gewebes erreicht. Das Gewebe wird hierbei mechanisch belastet und ist deshalb in der Regel stärker und dicker. Die Vermeidung des Verdre­hens und Verkippens sowie die Verbesserung der Stabilität kann durch integrierte Spannschnüre erreicht werden. Das Plissee hat einen platzsparenden Aufbau, der beispielsweise notwendig ist, wenn seitlich eine Mauer im Weg oder kein Schwenk­bereich vorhanden ist.

Einbauten in Rollläden und Fenster

Die meisten Anbieter von Fenstern und Rollläden bieten integrierte Insektenschutz­systeme an, die häufig von spezialisierten Herstellern zugekauft werden. Der Vorteil liegt darin, dass Fenster, Rollladen und Insektenschutz aus einer Hand kommen und aufeinander abgestimmt sind. Dies verringert den Planungsaufwand und vereinfacht die Verantwortlichkeit bei Reklamationen, weil die weitverbreitete gegenseitige Schuldzuweisung zwischen den Gewerken entfällt. Oft ist auch das Design besser, weil die Systeme farblich und konstruktiv zueinander passen und keine ungeplanten Fugen oder Kanten störend auffallen. Man sollte aber darauf achten, dass Verschleiß­teile wie Bürstendichtungen, Beschläge sowie der gesamte Insektenschutz unkom­pliziert zu demontieren und auszutauschen sind, um die Reinigung und die Demonta­ge im Winter einfach zu bewerkstelligen.

Integriertes System mit Fenster, Rollladen und Insektenschutz - Bild: Rehau (Bild vergrößern)

Schutz vor Pollen und Elektrosmog

Viele Menschen leiden heute unter Pollenallergien oder Elektrosmog. Durch eine Modi­fikation der Netzstrukturen können Insektenschutzgitter auch den störenden Einfluss durch Pollen oder elektromagnetische Strahlung vermindern.

Insektenschutzgitter halten grundsätzlich auch Staubfasern und -flocken draußen, an denen besonders viele Pollen gebun­den sind. Sogenannte Pollenschutzgitter haben in der Regel eine engere Maschenweite, laden sich statisch auf und ziehen damit Staub und Pollen regelrecht an (Bild rechts). So konnte bei einer Studie durch die Klinik für Allergologie ermittelt wer­den, dass je nach Pollenart bis zu 99 Prozent der Pollen aus dem Raum gehalten werden können. Orientierung gibt die Eu­ropäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF), die ein eu­ropaweites Gütesiegel für Allergiker-freundliche Produkte ver­gibt - siehe auch Baulinks-Beitrag „Pollenschutz beginnt licht- und luftdurchlässig am Fenster“ vom 27.4.2010.

Insektenschutzgitter aus Metall schirmen grundsätzlich gegen elektrische Felder ab, beispielsweise hochfrequente Mobilfunknetze. Die Schutzwirkung hängt dabei von der Gitterstruktur ab. Gitter aus Kunststoff müssen dafür mit einer elektrisch leitenden Schicht ummantelt werden. Elektromagnetische Felder (z. B. Hochspannungsleitun­gen) werden allerdings nur geringfügig abgeschirmt. Hierzu müsste das Gitter aus Stahl oder einer ferromagnetisch leitenden Beschichtung bestehen.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

  • ift Rosenheim
  • Autor: Jürgen Benitz-Wildenburg leitet im ift Rosenheim den Bereich PR & Kom­munikation. Als Schreiner, Holzbauingenieur und Marketingexperte ist er seit vie­len Jahren in der Holz- und Fensterbranche in verschiedenen Funktionen tätig. Als Lehrbeauftragter, Referent und Autor gibt er seine Erfahrung weiter.