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Horizontallasten auf das Fenster über den Rollladenkasten auf den Baukörper abtragen

(9.7.2015) Beck+Heun bietet mit Stabilum Befestigungskonzepte an, durch die Fens­terrahmen über eine lastaufnehmende Verbindung nach oben hin abgesichert werden können. Zwei der insgesamt drei erhältlichen Varianten tragen auch Wind- und Stoß­lasten auf den Baukörper ab - das hat sich der Hersteller vom Prüfinstitut Schlösser und Beschläge Velbert zertifizieren lassen. Die Stabilum Befestigungen werden auf An­frage in die Aufsatz- und Neubaurollladenkästen von Beck+Heun eingearbeitet. Das gilt sowohl für Systeme mit Rollladen- als auch mit Raffstorebehang.


Stabilum DB Deckenbefestigung (Bild vergrößern)

Die Variante Stabilum DB Deckenbefestigung (Bild oben) ist die Standard-Lösung, wenn es um die Befestigung eines Rollladenkastens geht. Die Deckenbefestigung wird grundsätzlich bei allen geteilten Elementen der Aufsatzkastenserie ROKA-TOP 2 von Beck+Heun eingebaut. Da die Lasten am Teilungsbrett nun auf den Baukörper über­tragen werden, trägt Stabilum DB auch zur Entlastung des Fensters bei.

Stabilum PUR Schaum kann Windlasten aus dem Rollladen­kasten über die Baukörperanschlussfuge in den Sturz über­tragen (Bild rechts). Hierbei erfolgt die Verbindung zum Sturz über einen Hochleistungs-PUR-Schaum. Ein zusätzliches Ver­schrauben entfällt. Der Schaum kann bereits nach 60 Sekun­den nachbearbeitet werden. Die auf diese Weise befestigten Rollladenkästen erfüllen gemäß PIV-Prüfung die Anforderungen der Windklasse drei nach DIN EN 12210/12211 sowie der Klas­se C bei der relativen frontalen Durchbiegung.

Die sicherste Befestigung von Fenstern in Verbindung mit ei­nem Rollladenkasten bietet die Stabilum SK Stabilisierungs­konsole. Diese Variante wird fest mit dem Baukörper ver­schraubt und trägt sowohl Wind- als auch Stoßlasten ab. Sie absolvierte ebenfalls die Prüfung durch das PIV-Institut und erfüllt die Anforderungen der Windklasse vier nach DIN EN 12210/12211. Bei der Stoßlastprüfung kommt Stabilum SK auf Klasse fünf nach DIN EN 13049:2003 (D).

Bis zur Gebäudeklasse drei

Die vom PIV-Institut geprüften Fenster-Rollladenkasten-Kombinationen waren mit 300 cm Breite und bis zu 250 cm Höhe groß bemessen. Außerdem wurden verschie­dene Fenstergeometrien berücksichtigt. So sollten die Prüfungsergebnisse repräsen­tativ für alle gängigen Kastengrößen sein. Das Ergebnis der Belastungstests: Je nach Rastermaß werden horizontal wirkende Winddruck- und Sogkräfte der Windklassen eins bis vier abgetragen, also Belastungen von 400 bis 1.600 Pascal (Pa). Damit las­sen sich weitestgehend die Anforderungen von Bauwerken der Gebäudeklassen drei und niedriger abgedecken.

Die sichere und lastabtragende Befestigung von Fenstern wird immer schwieriger. Gründe hierfür sind der Einsatz von Dreifach-Isolierglas mit Gewichten von bis zu 40 kg/m² und Wandbaustoffe, die immer filigraner und poriger werden. „Wir bieten be­reitsseit einigen Jahren zusätzliche Stabilisierungen des Rollladenkastens an. Bisher stammten unsere Kunden aus Ländern mit extremen Wetterbedingungen, beispiels­weise entlang der Atlantikküste“, so Bernd Beck, geschäftsführender Gesellschafter Beck+Heun GmbH. „Da die Nachfrage im Inland gestiegen ist, haben wir dieses Know-how nun auf den deutschen Markt übertragen.“

Weitere Informationen zu Stabilum Befestigungskonzepten können per E-Mail an Beck + Heun angefordert werden.

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