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Preisrutsch bei Sromspeichern von rund 26% innerhalb von 12 Monaten

(15.6.2015; Intersolar-Bericht) Die Nachfrage nach Batterie­speichern für die Rund-um-die-Uhr-Versorgung von Gebäuden mit elektrischer Energie ist deutlich gestiegen. Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) hat sich die Zahl der insgesamt in Deutschland installierten Systeme inner­halb eines Jahres auf über 20.000 in etwa verdoppelt. Als Trei­ber dieser Entwicklung gelten ...

  • ein Preisrutsch bei den Systemen und
  • der zunehmende Wunsch vieler Bürger nach mehr Unabhängigkeit.

Nach aktuellen Erhebungen von BSW-Solar und Intersolar Europe haben sich die durchschnittlichen Systemkosten für Eigenheim-Solarstromspeicher in den vergange­nen 12 Monate durch Skaleneffekte und technische Fortschritte um rund 26% redu­ziert. „Mit der zunehmenden Verbreitung intelligenter Solarstromspeicher hält die Ener­gieversorgung von morgen Einzug. Die zeitliche Entkoppelung von dezentraler Produk­tion und lokalem Verbrauch von Ökostrom steigert die Unabhängigkeit, entlastet die Stromnetze und stabilisiert die persönlichen Energiekosten“, sagte Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar anlässlich der Eröffnung der Intersolar Europe.

Prognosen erwarten für 2015 eine weitere Steigerung des weltweiten Photovoltaik-Zubaus. Nachdem 2014 bereits PV-Anlagen mit einer Spitzenleistung von rund 40 Gi­gawatt (GW) neu installiert wurden, wird für dieses Jahr mit der Neuinstallation von über 50 GW gerechnet. Bis 2020 rechnen Experten mit einer Verdreifachung des Welt­marktes auf rund 120 GW. Es wird erwartet, dass Photovoltaik bald die günstigste Elektrizitätsform in vielen Regionen der Welt sein wird.

In Deutschland ist Solarstrom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage schon heute güns­tiger als Strom vom Energieversorger, eine hohe Selbstversorgungsquote kann deshalb die privaten Energieausgaben spürbar senken. Mit Hilfe eines Stromspeichers - even­tuell auch in Kombination mit einer Wärmepumpe und sinnvoll ausgelegten Wärmespei­chern - kann ein hohes Maß an Energieautarkie erreicht werden, da preiswerter Solar­strom so auch zeitversetzt und nach Sonnenuntergang genutzt werden kann. Der wachsende Speichermarkt spiegelt sich auch auf der gleichzeitig mit der Intersolar Europe stattfindenden ees Europe, der internationalen Fachmesse für Batterien und Energiespeichersysteme, wider: Die Ausstellungsfläche hat sich binnen eines Jahres verfünffacht.

by the way: Solarthermie und Wärmespeicherung

Was für Solarstrom noch relativ neu ist, gilt bei der Solarwärme bereits seit vielen Jahren als Standard: Die lokale Energiespeicherung in Form von Wärme, um sowohl von Witterungsschwankungen als auch von Energieversorgern unabhängiger zu wer­den. Investitionen in Solarheizungen gelten dank jüngst deutlich verbesserter staat­licher Förderung als besonders attraktiv.  Die Zuschüsse wurden am 1. April um bis zu 100 Prozent angehoben, für den Einbau einer Solarwärmeanlage zur Heizungsun­terstützung erhält man nun mindestens 2.000 Euro - siehe auch Baulinks-Beitrag „Zur Erinnerung: Dank MAP 3.0 mehr Geld für Solarheizungen“ vom 6.5.2015.

Großes Zukunftspotenzial birgt nach Auskunft des BSW-Solar auch die Versorgung ganzer Siedlungen mit solarer Nahwärme. Diese sei inzwischen bereits für Preise von unter fünf Cent je Kilowattstunde möglich, was zu einem steigenden Interesse bei Stadtwerken und Kommunen führe.

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