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VIPs jetzt für Vorhangfassaden: 75% dünner als übliche Dämmung und schwerentflammbar!

(4.6.2015) Variotec hat mit „VT-A-B1“ ein neues Vakuumdämmelement auf den Markt gebracht, das speziell für vorgehängte, hinterlüftete Fassaden (VHF) entwickelt wur­de. Das neue Mitglied der QASA-Familie ist bauaufsichtlich zugelassen und schwerent­flammbar - dafür steht das „B1“ im Namen. Martin Forstner, Projektarchitekt bei Vario­tec, erläutert: „Unsere Standard-Vakuumdämmung wird als normalentflammbar - also B2 - eingestuft. Der Einsatz im Bereich der vorgehängten hinterlüfteten Fassade war deshalb aus brandschutztechnischen Gründen ausgeschlossen. Mit der Entwicklung der B1-Variante bahnt sich dieses VIP-System jetzt auch den Weg in die VHF.“ Das System konnte bereits bei Gebäuden mit vier bzw. sieben Geschossen in München eingesetzt werden.


Anwendungsbeispiel: (noch unverkleideter) Laubengang eines viergeschossigen Mehrfamilienhauses in München. (Bild vergrößern)

Schlanke Dämmung schafft mehr Platz und Raum

Mit den Elementen lassen sich fast drei Viertel der konventionellen Dämmstärke ein­sparen: Bei lediglich 56 mm Gesamtdicke und einen UW-Wert von 0,175 W/m²K fällt die Konstruktion extrem schlank aus. Um einen ähnlichen U-Wert zu erreichen, muss­ten Planer bislang bis zu 20 cm dicke Dämmpakete einbauen lassen. „Diese Reduktion an der Wand schafft mehr Nutzfläche. Gleichzeitig erfüllen die Gebäude damit die ho­hen Dämmstandards", schwärmt Forstner.

Das neue Vakuumdämmelement entwickelte Variotec gemeinsam mit dem Braun­schweiger Unterkonstruktionsanbieter GIP, dessen System Veco nun zusammen mit dem neuen B1-QASA-Element zum Einsatz kommt. Die Dämmpakete bestehen aus ei­nem 50 mm starken VIP-Kern (Vakuum-Isulations-Paneel), den beidseitig 3 mm Deck­schichten aus nicht brennbarem Material (A1) schützen. Ein 15 mm starker umlaufen­der Rand, ebenfalls aus A1-Material, umschließt die Kanten und erlaubt deren Durch­dringung durch die Ankerstangen, an denen die Fassadenplatten später hängen.


An diesen Anker hängen später die Fassadenplatten. So wird die lediglich 56 mm schlanke Dämmebene nur punktuell unterbrochen. Das Klebeband erzeugt die winddichte Ebene. (Bild vergrößern)

Das vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) unter der Nummer Z-23.11-1779 bauaufsichtlich zugelassene System bietet der Hersteller Variotec projektbezogen als verlegefertigen Bausatz an. Dabei zeigt ein mit Variotec und dem Unterkonstruktions­anbieter abgestimmter Verlegeplan dem Verarbeiter, an welcher Stelle er die millime­tergenau vorgefertigten Dämmelemente auf die Rohbauwand kleben muss. Das spart Zeit und ersetzt den Zuschnitt. Der vollflächig aufgebrachte mineralische Kleber ver­hindert dabei eine Querlüftung zwischen Wand und Dämmelement.

Das von außen aufgebrachte Klebeband dichtet die Fugen ab und erzeugt die wind­dichte Ebene, so dass es eine Folie oder eine Kaschierung wie bei herkömmlicher Däm­mung ersetzt. Da die Ankermontage nach dem Einbau der Vakuumdämmelemente er­folgt und diese nur punktförmig durchdringt, ist eine annähernd vollflächige Dämm­ebene gegeben (Bild oben).

Weitere Informationen zu Vakuumdämmelementen für vorgehängte, hinterlüftete Fassaden (VT-A-B1) sowie zur Veco-Unterkonstruktion können per E-Mail an Variotec bzw. per E-Mail an GIP angefordert werden.

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