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Bevölkerungs-und Wohnungsmarktprognose von Bauministerium und BBSR vorgestellt

Raumordnungsprognose 2035 nach dem Zensus
Raumordnungsprognose 2035 nach dem Zensus
(PDF-Download)
 
Wohnungsmarktprognose 2030
Wohnungsmarktprognose 2030 (PDF-Download)
  

(10.5.2015) Bundesbauministerin Barbara Hendricks will die Schaffung von ausreichendem und bezahlbarem Wohnraum in den deutschen Großstädten vorantreiben. „Die Prognosen zeigen, dass die wirtschaftsstarken Metropolen in den nächs­ten Jahren einen starken Zuzug zu erwarten haben. Deswe­gen brauchen wir vor allem dort eine große Zahl neuer Woh­nungen“, betonte die Ministerin bei der Vorstellung der neuen Wohnungsmarktprognose 2030 des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) gemeinsam mit BBSR-Di­rektor Harald Herrmann am 5.5. in Berlin.

Der neuen Bevölkerungs- und Wohnungsmarktprognose des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumplanung (BBSR) zufolge wird die Bevölkerungszahl bis zum Jahr 2035 um 3 Prozent auf 78,2 Millionen Menschen sinken (2012: 80,5 Mil­lionen). Wenngleich der Rückgang in der Gesamtschau gering ist, gibt es deutliche regionale Unterschiede:

  • Während vor allem ländliche Regionen in den kommen­den Jahren einen deutlichen Bevölkerungsrückgang ver­zeichnen werden,
  • wachsen die Metropolen sowie zahlreiche kleinere Groß- und Universitätsstädte weiter.

Weiteren Einfluss auf die regionalen Wohnungsmärkte haben darüber hinaus veränderte Wohnpräferenzen:

  • Zwar werden 2035 weniger Menschen in Deutschland leben,
  • die Zahl der privaten Haushalte wird aber noch leicht um zwei Prozent zulegen.

Bevölkerungsentwicklung der Kreise in Vergangenheit und Zukunft - Grafik aus der Raumordnungsprognose 2035 (Bild vergrößern)

Bedarf: jährlich 230.000 neue Wohnungen bis 2030

Nach den Berechnungen der Wohnungsmarktexperten beläuft sich der Neubaubedarf für das gesamte Bundesgebiet bis 2030 im Mittel auf 230.000 Wohnungen pro Jahr. Bis 2020 rechnen die Wissenschaftler mit einem Bedarf von ca. 272.000 neuen Woh­nungen jährlich.

Bundesbauministerin Barbara Hendricks: „Wir wissen, dass in den vergangenen Jahren zu wenig gebaut wurde und wir einen enormen Nachholbedarf haben. Das von mir ini­tiierte ,Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen‘ soll den Wohnungsneubau unter­stützen. Aber der Staat ist kein Baumeister. Deshalb sind im Bündnis die Wohnungs- und Bauwirtschaft beteiligt, die ihren Beitrag zum bezahlbaren Wohnungsneubau leis­ten müssen.“


Jährlicher Neubaubedarf von Wohnungen nach Gebäudetypen 2015 bis 2020 - Grafik aus der Wohnungsmarktprognose 2030 (Bild vergrößern)

BBSR-Direktor Harald Herrmann betonte: „Der zuletzt deutliche Anstieg der Bauge­nehmigungen spiegelt sich noch nicht ausreichend in den tatsächlichen Baufertigstel­lungszahlen wider. Wichtig ist, dass die Wohnungen, die genehmigt wurden, am Ende auch gebaut werden. Dabei kommt dem Geschosswohnungsbau eine wichtige Rolle zu. Es gilt vor allem, vorhandene Flächen in den Städten zu nutzen. “

Hendricks verwies darauf, dass hierfür auch die Unterstützung der Bevölkerung erfor­derlich sei: „Wir alle profitieren davon, wenn es ausreichend Wohnungen gibt. Denn nur dadurch können Wohnungswünsche realisiert und überzogene Preise für Wohnun­gen vermieden werden. Im Neubau können wir außerdem sicherstellen, dass die ener­getische Bilanz des Wohnungsbestands besser wird und mehr Wohnungen von vorn­herein altersgerecht gebaut werden.“

Am 5.5. tage in Berlin auch erneut das Bündnis-Forum, die öffentliche Veranstaltung im „Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen“, das sich ebenfalls mit der Woh­nungsmarktprognose befassen wird. Auch sollen erste Fortschritte aus den Arbeits­gruppen des Bündnisses erörtert werden.

Die Raumordnungsprognose 2035 (direkter PDF-Download) und die Wohnungs­marktprognose (direkter PDF-Download) können per E-Mail an BBR bzw. per E-Mail an BBSR angefordert werden im BBSR angefordert und unter bbsr.bund.de > Veröffentlichungen heruntergeladen werden.

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