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summerschool-Wettbewerb 2015 der Sto-Stiftung: Weil die Praxis den Unterschied macht

(12.4.2015) Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und internationale Perspektiven zu schärfen, ist wichtiger Bestandteil der Ausbildung angehender Architekten. Nur der Blick über Grenzen hilft, den eigenen Horizont zu erweitern. Mit ihrem zu Jahresbe­ginn zum fünften Mal ausgelobten summerschool-Wettbewerb fördert die gemeinnüt­zige Sto-Stiftung die Herausbildung dieser Kompetenzen. Gesucht wurden heuer in­ternational ausgerichtete Lehrveranstaltungen zu „Nachhaltigkeit und energetisch sinnvollen Bauweisen“. Teilnehmen konnten alle Fakultäten für Architektur und Bau­ingenieurwe­sen in Deutschland.

Unter Vorsitz von Stiftungsrat Prof. Peter Cheret, Universität Stuttgart, begutachte­te die Jury die Einreichungen aus ganz Deutschland. Weil sie den Stiftungsanspruch von Internationalität, stringenter Konzeption und Öffentlichkeitswirksamkeit in bei­spielhafter Weise erfüllen, wurden vier Siegern insgesamt 40.000 Euro zuerkannt:

GUGA Children Theatre | Internationales Selbstbauprojekt in Südafrika
  - PBSA Düsseldorf, Prof. Judith Reitz

Fünfter und letzter Bauabschnitt zur Erweiterung des Kulturzentrums Guga S´Thebe um ein Kinder- und Jugendtheater in Langa/Kapstadt. Am Bau nehmen über 200 Stu­denten der RWTH Aachen, der Peter Behrens School of Architecture Düsseldorf, der Georgia Tech Atlanta sowie der University of Cape Town teil:


Foto: AIT / Sto-Stiftung

Ägyptisch-deutsches Selbstbauprojekt einer Bibliothek in Kairo
  - Universität Stuttgart, Prof. Astrid Ley

Studenten des internationalen Doppel-Masterprogramms Integrated Urbanism and Sustainable Design (IUSD) und Masterstudenten der Architektur und Stadtplanung der Universität Stuttgart entwerfen für die Bewohner der informellen Siedlung Ezbet Abu Quarn, Kairo, einen Lern- und Leseraum. Der Entwurf wird in Zusammenarbeit mit dem Ezbet Project und der NGO (AYB) und Bewohnern vor Ort in ökologischer und nachhal­tiger Bauweise realisiert."

Errichtung eines israelisch-palästinensischen Treffpunktes in Jerusalem
  - TU Berlin, Prof. Christophe Barlieb

Schaffung eines temporären Treffpunkts unter künstlerischer Leitung von Matan Is­raeli an der Grenze des Dorfs Beit Zafafa (Palästina) und des benachbarten Katamo­nium (jüdischer Stadtteil Jerusalems). Gebaut wird ein Melonen-Verkaufsstand, der als Treffpunkt für kulturelle Veranstaltungen dient. Der Bau erfolgt mit freiwilligen Helfern aus beiden Kommunen sowie Studenten der TU Berlin.

„Refugees and the City: Kitchen Hub” | Symposium und Praxisseminar
  - TU Berlin, Prof. Philipp Misselwitz

Planung und Realisierung einer Gemeinschaftsküche samt Multifunktionsraum durch Studierende der TU Berlin und Handwerker (Flüchtlinge und Einheimische).

siehe auch für zusätzliche Informationen: