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Deutsche Bauwirtschaft kam Anfang 2015 nicht recht in Schwung - zumindest statistisch

(25.3.2015) Die deutsche Bauwirtschaft kam zu Jahresbeginn relativ schlecht auf Touren. Trotz milder Temperaturen lag der baugewerbliche Umsatz der Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten im Bauhauptgewerbe im Januar um nominal 5,8% unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Laut „Aktuellem Zahlenbild“ des Hauptverban­des der Deutschen Bauindustrie sei die schwache Entwicklung allerdings überwie­gend auf statistische Basiseffekte zurückzuführen:

  • Aufgrund des außergewöhnlich guten Wetters verzeichnete die Branche An­fang 2014 zweistellige Zuwachsraten.
  • Hinzu komme, dass den Unternehmen im Januar ein Arbeitstag weniger zur Verfügung stand.

Und so seien die Bauunternehmen allemal noch gut aufgestellt: Die Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten gingen mit einem Auftragsbestand von 26,4 Mrd. Euro in das neue Jahr, 3,8 % mehr als Anfang 2014 und der höchste Wert zum Jahresstart seit 1998. Im Januar kam aber nur ein leichtes Orderplus von nominal 0,4% hinzu (real: -0,8%).

  • Durchweg positive Signale kamen aus dem Wohnungsbau: Die Nachfrage stieg im Januar um 7,0% und der Umsatz lag um 1,0% über dem Niveau des Vorjahreswertes.
  • Dagegen gab es im Wirtschaftsbau sowohl ein Order- als auch ein Umsatz­minus (-8,1% bzw. -7,0%).
  • Der Öffentliche Bau leidet nach wie vor unter der Investitionszurückhaltung der Öffentlichen Hand: Die Baubetriebe meldeten einen Umsatzeinbruch von 9,1%. Die Branche hofft für dieses Jahr aber auf eine bessere Entwicklung: Der Auftragseingang legte um 10,3% zu.

Zur Info: Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bun­desamtes.

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