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INKAR: Neuer Online-Atlas veranschaulicht Lebenslagen in Deutschland und Europa


Beispiel: Kaufwerte für Bauland in € je m² (Screenshot vergrößern)
  

(16.3.2015) INKAR (Indikatoren und Karten zur Raum- und Stadtentwicklung) ist nunmehr online verfügbar. Mit dem in­teraktiven Online-Atlas des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung unter inkar.de lassen sich ad hoc thema­tische Karten und regionale Statistiken zur Veranschaulichung von Lebensumständen in Deutschland und Europa zusammen­stellen. Die dazugehörige Datenbank enthält regionalstatisti­sche Informationen zu nahezu allen gesellschaftlich wichtigen Themen wie Bildung, Soziales, Demografie, Wirtschaft, Woh­nen und Umwelt. Die aktuelle Ausgabe umfasst mehr als 600 statistische Kenngrößen.

„Deutschland ist ein Land voller regionaler Unterschiede. Vor allem die Metropolen und ihr Umland, aber auch viele kleinere Großstädte befinden sich weiterhin auf Wachstumskurs. Die Kluft zwischen wachstumsstarken Regionen und struktur­schwachen dünn besiedelten Räumen ist deutlich sichtbar“, sagte BBSR-Direktor Harald Herrmann bei der Vorstellung der Online-Anwendung am 9.3. in Berlin. Das zeige sich vor allem mit Blick auf Indikatoren wie Bevölkerungsentwicklung, Alters­struktur, Zu- und Abwanderungen, aber auch die Lebenserwartung der Bevölkerung. Diese sei in vielen strukturschwachen Regionen geringer als in prosperierenden Regio­nen.

Mit der Online-Anwendung lassen sich thematische Karten für alle Landkreise in Deutschland erstellen, beispielsweise zur Höhe von Einkommen und Renten, zur Alters­struktur oder zum Anteil der Hochschulabsolventen. Weitere Darstellungsmöglichkeiten beziehen sich auf Gemeindeverbände, Mittelbereiche, IHK-Bezirke, Bundesländer und europäische Regionen. Möglich sind Stadt-Land-Vergleiche sowie Auswertungen nach Alter und Geschlecht. Die meisten Statistiken reichen bis 1995 zurück. Sämtliche Da­ten und Karten können in alle gängige Formate exportiert und weiter verarbeitet wer­den. 


Indikatorenauswahl zur Karte rechts oben (Screenshot vergrößern)

„Regionale Informationen kostenfrei bereitzustellen, entspricht dem Leitgedanken der Bundesregierung und der EU-Kommission: Bislang unzugängliche Daten-und Informa­tionsbestände der Verwaltungen sollen künftig weitestgehend uneingeschränkt und leicht zugänglich jedem zur Verfügung stehen. Die Anwendung können alle Interes­sierten ohne viel Vorwissen nutzen“, sagte BBSR-Direktor Herrmann.

Das BBSR richtet sich mit der Anwendung an viele Nutzer: Kommunen können die Sta­tistiken für Planungen und politische Entscheidungen heranziehen. Für Wissenschaft­ler, Lehrer oder Marktforscher ist die Anwendung ein leicht nutzbares Arbeitsmittel, um beispielsweise regionale Benchmarks, Unterrichtsmaterialien oder Potenzialanaly­sen zu erstellen. Journalisten können damit Themen statistisch untermauern und gra­fisch darstellen.

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