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Dachdeckerhandwerk beklagt Umsatzplus von 2,3% für das Gesamtjahr 2014

(15.3.2015) Das Dachdeckerhandwerk erreichte 2014 einen Gesamtumsatz von rund 8,847 Mrd. Euro und hat damit ein Umsatz-Plus von 2,3% gegenüber 2013 gemacht. „Bei rückläufigen Auftragsbeständen und steigenden Material- und Personalkosten dürfte die Ertragslage im Jahr 2014 allerdings nur knapp zufriedenstellend ausfallen," kommentierte Felix Fink, Bereichsleiter Wirtschaft und Unternehmensführung beim Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH), die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes und erklärte zudem: „Da im ersten Quartal 2014 we­nig vom Instrument ,Saison-Kurzarbeitergeld’ Gebrauch gemacht wurde, verteilte sich der geringe Mehrumsatz bei den Betrieben auf eine höhere Zahl an bezahlten Produk­tivstunden.“ Somit sei insgesamt 2014 für die Betriebe im Dachdeckerhandwerk aus ertragsbezogener Sicht ein weiteres Minusjahr zu befürchten - es wäre das dritte in Folge.

Umsatz der deutschen Dachdeckerbetriebe (ohne Mehrwertsteuer)
(laut Statistischem Bundesamt)

Nicht nur Höhen bei den Dachdeckern

Das vergangene Jahr war von Höhen und Tiefen geprägt. Startete das 1. Quartal 2014 für die Dachdecker aufgrund sehr guter Witterungsbedingungen noch positiv, verschlechterte sich die Stimmung im 2. Quartal, und auch im Herbst fehlten Wachs­tumsimpulse. Teilweise musste sogar Kurzarbeit eingeführt werden. „Gründe waren fehlende Folgeaufträge, daher schwächte sich die Geschäftslage größtenteils ab. Die starke Gewitterfront mit zum Teil schweren Verwüstungen in Nordrhein-Westfalen sorgte zwar regional für eine Belebung der Geschäfte, insgesamt aber blieb die Stim­mung doch sehr verhalten“, erläuterte ZVDH-Ökonom Fink.

Zum Jahresende gab es allerdings einen Hoffnungsschimmer: „Denn obwohl die Vorjah­reszahlen im 4. Quartal nicht erreicht wurden, stabilisierte sich der Markt zum Jahres­ende, so dass das Gesamtjahr 2014 mit einem geringen Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahr abschloss“, so Fink weiter. Der außergewöhnliche Umsatzzuwachs am Jahres­beginn und ein insgesamt günstiges bauwirtschaftliches Umfeld begünstigten die po­sitive Stimmung zum Jahresende.

Die Hauptnachfrage kam auch 2014 wieder von privaten Bauherren und Eigentümern. Das Dachdeckerhandwerk profitierte zum einen davon, dass Kapitalanleger ihr Geld in Immobilien investierten, zum anderen machten sich auch die Fördermittel für die ener­getische Gebäudesanierung positiv bemerkbar.

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