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Immobilientransaktionsvolumen stieg 2014 auf über 195 Mrd. Euro

(1.3.2015) Auf den deutschen Immobilienmärkten sind 2014 rund 195,3 Mrd. Euro investiert worden. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Anstieg um rund 12 Mrd. Euro bzw. 6,5%. Zu diesem Ergebnis kommt eine Hochrechnung des Immobilienverbands IVD auf Basis des vom Bundesministerium für Finanzen erhobenen Grunderwerbsteu­eraufkommens.

Sachsen und Bremen mit den prozentual stärksten Transaktionsanstiegen

Außer in Berlin und Schleswig-Holstein sind die Transaktionsumsätze in allen Bundes­ländern mehr oder minder stark gestiegen. Das stärkste Umsatzwachstum hat es in Bremen (+25,9% auf 1,75 Mrd. Euro), in Hessen (+23,8% auf 17,8 Mrd. Euro) und in Sachsen (+22% auf 7,03 Mrd. Euro) gegeben. Im zweistelligen Prozentpunktebereich sind die Transaktionsvolumina auch in Nordrhein-Westfalen (+12% auf 38,4 Mrd. Euro) und Mecklenburg-Vorpommern (+11% auf 3 Mrd.) gestiegen.

Der stärkste Umsatzrückgang war mit einem Minus von 9,81% in Berlin zu verzeichnen. Das Transaktionsvolumen ist von 14,7 auf 13,3 Mrd. Euro gesunken. „Hier zeigt sich, dass die Erhöhung der Grunderwerbsteuer das Transaktionsgeschehen spürbar nega­tiv beeinflusst und so auch die Eigentumsbildung erschwert“, stellt Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des IVD, fest. In Berlin war die Grunderwerbsteuer zum Jahres­beginn 2014 von fünf auf sechs Prozent erhöht worden. Ein ähnliches Bild zeigt sich in Schleswig-Holstein. Nach einer Anhebung des Steuersatzes von fünf auf 6,5% An­fang Januar 2014 ist das Transaktionsvolumen von 7,03 Mrd. Euro um 6,3% auf 6,6 Mrd. Euro zurückgegangen.

Bayern vor Nordrhein-Westfalen mit den höchsten Umsätzen

Wie in den Jahren zuvor wurden auch 2014 mit 40,7 Mrd. Euro die höchsten Umsätze in Bayern erzielt. Im Vorjahresvergleich sind die Umsätze noch einmal um 5,8% ange­stiegen. An zweiter Stelle folgt Nordrhein-Westfalen mit 38,3 Mrd. Euro. Hier ist das Transaktionsvolumen um knapp zwölf Prozent angewachsen. Auf Platz drei liegt Ba­den-Württemberg mit einem Umsatz von 27,18 Mrd. Euro - ein Plus von 3,2% gegen­über dem Vorjahr.

Zur Ermittlungsmethode

Das Immobilientransaktionsvolumen beziehungsweise der Immobilienumsatz umfasst sämtliche private und gewerbliche Immobilientransaktionen, für die Grunderwerbsteuer zu entrichten sind. Da die überwiegende Zahl der Transaktionen - mit Ausnahme der Fälle, bei denen Erbschafts- und Schenkungssteuer anfallen, sowie Share-Deals - die­ser besonderen Umsatzsteuer unterliegen, ist diese Statistik ein probates Mittel, die jährlichen Immobilienumsätze zu erfassen.

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