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Oberlicht-Bedienung per Fenstergriff des darunterliegenden Drehfensters

(13.2.2015; BAU-Bericht) Maco hat ein neues Konzept für die mechanische Betätigung eines integrierten Oberlichtfens­ters mittels Kämpfer vorgestellt. Die Bedienung erfolgt dabei über den Fenstergriff des darunterliegenden Drehfensters: Im Zusammenwirken mit einer speziellen, in das Oberlichtfenster eingebauten Schere löst die Bewegung des Fenstergriffes das Kippen des Oberlichtfensters aus. Die Drehöffnung des Ober­lichtfensters - beispielsweise zum Reinigen und zur Notöff­nung - wird ebenfalls über den Griff des darunterliegenden Fensters ausgelöst.

Das entscheidende Technikdetail dieser Produktstudie liegt unsichtbar im Kämpfer des Fensters in einer Ausfräsung. Eine Verbindungskinematik, die das Oberlichtfenster mit dem darun­terliegenden Fenster koppelt, überträgt die Bewegung von dem einen Element auf das andere.

Anwendbar ist die Beschlagtechnik des Systems Multi Matic auf Flügelgewichte bis 80 kg bei einer maximalen Flügelfalzbreite von 1400 mm. Es können sowohl ein- als auch zweiflügelige Fensterelemente mit integriertem Oberlichtfenster aus Holz und profilsys­temabhängig auch aus Kunststoff gefertigt werden.

Auch nachrüstbar

Die Beschlagmontage entspricht einem Standard-Anschlag am Fensterflügel. Ledig­lich in den Kämpfer ist eine zusätzliche Fräsung einzubringen. Sie misst circa 13 mal 100 mm und muss im Abgleich zur Bandseite des darunterliegenden Fensters gesetzt werden. Die griffgesteuerte Komfortöffnung soll sich auch an Bestandsfenstern mit Oberlicht nachrüsten lassen, wenn diese mit dem Beschlagsystem Multi Matic ausge­stattet sind.

Als einen großen Vorteile bei der Verwendung des Dreh-Kipp-Beschlages Multi Matic auch für das Oberlichtfenster nennt Maco den Wegfall der Fang- und Putzschere(n). Das birgt nicht nur finanzielle, sondern auch verarbeitungstechnische Vorteile - und hier vor allem in der automatisierten Fertigung.

Vorteile bei Design und Sicherheit

Das gesamte Fensterelement wird über nur einen Griff bedient. Durch die eingesparten Beschlagteile wie Kurbelstange mit Eckumlenkung und Öffnerschere bzw. Elektro-Öff­ner wirkt der Fensterrahmen optisch wesentlich ansprechender und sollte sich auch leichter reinigen lassen. Der Freiraum kann für andere Nachrüstungen wie Jalousien oder Rollläden genutzt werden.

Die höhere Einbaulage des gekippten Fensters erschwert den Zugriff von außen. Das verstärkt das Sicherheitsempfinden der Nutzer. Und das Verletzungsrisiko (Finger-Ein­klemmen und Quetschungen) reduziert sich, indem aufliegende Beschlagteile entfallen. Das gilt auch für die Reinigung des Fensters, denn das Oberlichtfenster kann über die Drehstellung des Fenstergriffes einfach aufgedreht und dann wie ein normales Dreh- bzw. Dreh-Kipp-Fenster gereinigt werden. Die Außenglasfläche des Oberlichtfensters ist dabei uneingeschränkt zugänglich.

Im Sinne vieler Architekten

Die Fensterlösung mit integriertem Oberlicht ist vor allem in hohen Räumen beliebt. Denn hier spielt sie ihre Vorteile aus: Maximaler Lichteinfall bei großvolumigem Luft­austausch über ein einfach zu bedienendes und leicht zu reinigendes Gesamtelement mit in sicherer Höhe liegender Kippöffnung. Ebenso prädestiniert ist die Fensterlösung für Sanierungsbauten, wenn insbesondere der Ensembleschutz berücksichtigt werden muss.

Weitere Informationen zu Oberlichtfensteröffnern können per E-Mail an Maco angefordert werden.

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