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Neue ADAC-Yachtschule am Möhnesee mit Segel aus duromeren Hochdrucklaminaten

(10.12.2014) Am Möhnesee steht die bundesweit einzige Yachtschule des ADAC (sie­he Google-Maps). Der charakteristische Mittelteil des Gebäudes erinnert an ein Segel und orientiert sich damit thematisch an der Ausrichtung der Schule. Die Rundung der mächtigen, gebogenen Balkenkonstruktion ist mit einer anthrazitfarbenen Eindeckung und gelben Elementen versehen.


alle Fotos: Wilkes Kunststoffe

Nach Plänen des Architekten Sascha Werth ist am Ufer des drittgrößten Stausees Deutschlands ein zweigeschossiges, multifunktionales Gebäude entstanden, das mit rund 600 m² Nutzfläche viel Platz für Schulungsräume, Boote und Material­lager sowie Appartements für Kursteilnehmer bietet. Zudem lädt ein Café mit Biergarten Spaziergänger und Besucher zum Verweilen ein. Die Räume im Erdgeschoss öffnen sich zum See hin und sind dabei so konzipiert, dass für Veranstaltungen die Flächen von Yachtschule und Gastronomie zusammen genutzt werden können.

Der Flachdachbau der Yachtschule mit Klinkerfassade präsen­tiert sich mit großen Fensterflächen, die viel Licht in die Räum­lichkeiten lassen. Optisch gegliedert wird das Gebäude durch ein waagerecht umlaufendes gelbes Band, welches das unte­re Geschoss abschließt. Besonders ins Auge fällt der freie, ex­pressive Mittelteil des Neubaus: Wie ein Segel ragt der gebogene Gebäudeabschnitt über das Haus in den Himmel und stellt damit einen Bezug zur Umgebung und zum Wassersport her. Auch hier werden gelbe, ADAC-typische Akzente gesetzt.

Die Transparenz der senkrechten „Segelfläche“ vermittelt Offenheit und lässt Licht in die sich hier befindende Ferienwohnung, die bei Bedarf an Kursteilnehmer vermie­tet wird. Mit einer Fläche von rund 45 m² erstreckt sie sich über einen Schlaf- und Badbereich im ersten und einen Wohnbereich im zweiten Stock. In der Spitze des Se­gels verfügt sie über eine kleine Terrasse, die in rund 13 m Höhe einen Ausblick auf den See bietet.

Die gekrümmte Fläche besteht aus gebogenen Brettschicht­holzträgern, die im Gefach mit Dämmung versehen wurden. Verkleidet wurde die Konstruktion mit anthrazitfarbenen und vereinzelt mit gelben Kompaktplatten „Kronoplan Color“. Die ebenen Elemente wurden im aufwändigen Zuschnitt der Rund­konstruktion angepasst und erzeugen so eine einheitliche Flä­che mit gleichmäßigem Fugenbild. Das Bekleidungs-Material ist witterungsbeständig, einfach zu reinigen sowie farbecht und verfügt zudem über alle relevanten Zulassungen wie die allge­meine bauaufsichtliche Zulassung vom Deutschen Institut für Bautechnik (Z-33.2-137). Die duromeren Hochdrucklaminate (HPL) sind speziell für den Außenbereich entwickelt worden und mit einem UV-Filter beschichtet. Hergestellt werden die Platten aus Cellulose sowie Phenol- und Melaminharz - unter Einfluss von hohem Druck und Wärme. Durch die eingesetzten Rohstoffe weisen die HPL-Baukompaktplatten eine harte Oberfläche sowie eine hohe Biegesteifigkeit auf.

Die gebogene Form der segelartigen Konstruktion stellte für den Einsatz der Krono­plan-Platten eine besondere Herausforderung dar, denn die ebenen Elemente muss­ten der Rundung folgen. Zugleich galt es, eine regelmäßige Fuge zu erzeugen. Dies führt dazu, dass in den waagerechten Reihen die Plattenelemente nach oben hin klei­ner werden und einzeln zugeschnitten und bearbeitet werden mussten – gemäß dem vorgegebenen Raster der Planung. Im Gesamtbild verlaufen die Fugen ähnlich wie Län­gen- und Breitengrade auf der gekrümmten Schale und finden in ihrer Längsausprä­gung in der Spitze des Segels ihren Pol.

Mit der neuen Yachtschule hat der Möhnesee nicht nur ein funktionales, sondern auch architektonisch anspruchsvolles Gebäude hinzugewonnen, das aufgrund seiner moder­nen Architektur mit maritimem Charakter einen besonderen Akzent setzt.

Weitere Informationen zu „Kronoplan Color“ können per E-Mail an Wilkes angefordert werden.

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