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WDVS-Fassaden schlagregensicher planen mit dem WDVS-Planungsatlas des IWM

(8.12.2014) Risse, Feuchteflecken oder Putzabplatzungen lassen sich bei Wärme­dämm-Verbundsystemen (WDVS) häufig auf fehlenden konstruktiven Feuchteschutz zurückführen. Werden beispielsweise die Anschlüsse an Fensterbänke nicht ausrei­chend abgedichtet, kann Niederschlagswasser in die Konstruktion eindringen. Um sol­che Details on vornherein richtig zu planen, empfiehlt sich der WDVS-Planungsatlas des Industrieverbandes WerkMörtel e.V. (IWM). Das Online-Tool bietet neben Stan­darddetaillösungen jetzt auch Aufbauempfehlungen, die bei besonders stark bewitter­ten Einbausituationen die nötige Planungssicherheit bieten:


wdvs-planungsatlas.de
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Die Details stehen im WDVS-Planungsatlas in zwei Bewitterungsklassen zur Verfügung. Die Ausführung für die normale Bewitterung stellt bereits in vielen Fällen einen wirksa­men Schlagregenschutz dar. In Einbausituationen, bei denen der konstruktive Witte­rungsschutz eine entscheidende Rolle spielt, können Planer auf die Variante für die er­höhte Bewitterung zurückgreifen. Dazu zählen beispielsweise Fassaden, die aufgrund geringer Dachüberstände den Niederschlägen ungeschützt ausgesetzt sind. Hier un­terstützen zusätzliche Abdichtungsebenen, Gitterrostrinnen oder feuchteresistente Materialien eine langfristig schadensfreie Ausführung.

Zwei Bewitterungsklassen für WDVS-Fassaden

Mit der Ausdifferenzierung unterschiedlicher Bewitterungsklassen bei WDVS-An­schlusspunkten will der IWM gewissermaßen eine Vorreiterrolle übernehmen. „Wir schließen damit eine Lücke, denn bislang gab es für Planer keine Möglichkeit, die Schlagregenbeständigkeit von WDVS-Details zu beurteilen“, betont Antje Hannig, Geschäftsführerin Technik beim IWM.

Unterstützung fand der Verband bei der AIBau gGmbH. Die Aachener Bauschadens­forscher und Bauphysiker entwickelten die Details für den WDVS-Planungsatlas.

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