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Neues DSTV-Gütesiegel zunächst für Stahlbaufirmen; Planungsbüros könnten folgen


  
  

(17.11.2014) Die Stahlbaubranche hat sich ein neues Quali­tätszeichen gegeben: Das DSTV-Gütesiegel soll zukünftig an Fachbetriebe verliehen werden, die bei bauforumstahl organi­siert sind, ihre Qualitäts- und Sicherheitsstandards dokumen­tieren und sich regelmäßig weiterbilden. Zunächst werden nur Stahlbau- und Montagefirmen das Gütesiegel führen können; eine Ausweitung auf Stahlhandelsunternehmen, Stahlherstel­ler sowie im Stahlbau tätige Architektur- und Ingenieurbüros ist geplant. Die ersten Gütesiegel wurden auf dem Deutschen Stahlbautag in Hannover am 29. Oktober 2014 von Verbands­geschäftsführer Volker Hüller überreicht:

Empfänger des neuen Gütesiegels für die Stahlbaubranche
Die ersten Empfänger des neuen Gütesiegels für die Stahlbaubranche © bauforumstahl/ Andrei Dorian Gavrila (Bild vergrößern)

„Wir wollen das DSTV Gütesiegel zu einem festen Qualitätszeichen der Branche ver­ankern, um Qualitätsverlusten vorzubeugen“, so Volker Hüller. Das DSTV-Gütesiegel solle Auftraggebern die Sicherheit geben, dass ein qualifizier Fachbetrieb beauftragt wird, der den aktuellen Stand der Technik sicher beherrscht und darüber hinaus die Weiterentwicklung des Stahlbaues mit prägt. Hüller verspricht, dass „Bauherren und Auftraggeber damit die Sicherheit haben, auf einen verlässlichen Baupartner zu tref­fen. Geiz ist im Stahlbau nämlich nicht geil, sondern einfach nur dumm und teuer, wenn dabei nicht auf Qualität geachtet wird. Hierfür haben wir aus der Vergangenheit zahlreiche, leidvolle Beispiele und davor wollen wir unsere Auftraggeber schützen.“


Muster-Urkunde
(Bild vergrößern)

Betriebe, die das DSTV Gütesiegel führen, müssen

  • alle bauaufsichtlichen Forderungen hinsichtlich der EU/ CE-Zertifizierung nach DIN EN 1090-1 erfüllen,
  • das Schweißzertifikat oder vergleichbare Qualifikationen  haben und
  • höchste Qualitäts- und Sicherheitsstandards beachten, die sie regelmäßig dokumentieren.

Darüber hinaus sind die Mitarbeiter durch verbandsinterne Schulungen und Ausschüsse zu vielfältigsten Themen weiter­zubilden, um Qualitätsprodukte für den Stahlbau anbieten zu können.

Zur Erinnerung: Die technischen Entwicklungen im Stahlbau der letzten Jahre sind rasant. Der Stahlbau hat sich dank neuer Fertigungs- und Montagetechnologien und neuer Stähle zu einer High-Tech Branche entwickelt. Auch die Zulieferer haben z.B. mit neuen Brandschutzbeschichtungen oder beim Korrosionsschutz durch Feuerver­zinken das Bauen mit Stahl durch Innovationen vorangebracht. Die Nutzung von 3D-Modellen bei der CAD-Darstellung, die Übertragung von NC-Daten aus der Konstruktion an die Fertigung und die elektronische Begleitung der Montage sind inzwischen oft geübte Praxis. „Im Stahlbau ist Building Information Modeling (BIM) seit vielen Jahren fest verankert. Doch nur wenn BIM über alle Gewerke hinweg zum Einsatz kommt, kann es bei der Nutzung zu einem echten und nachhaltigen Mehrwert kommen“, so Volker Hüller.

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