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Zukunfts-Studie von RWE Effizienz und  future matters: Deutschland wohnt 2018 smart

(10.11.2014) Bis die Mehrheit der Deutschen in smarten Woh­nungen leben wird, dauert es nur noch wenige Jahre - zumin­dest ist das eine von vier aktuellen Prognosen zur Energie­wirtschaft, die aus einer gemeinsamen Studie von RWE Effi­zienz und dem Züricher Zukunftsinstitut future matters her­vorgeht. So wurde auf Basis von 500 Experteninterviews so­wie rund 8.500 ausgewerteten Publikationen beispielsweise untersucht, auf welchen Ebenen der Energieversorgung und Technologieentwicklung sich in den kommenden Jahren gra­vierende Umbrüche vollziehen werden/könnten.

Anteil vernetzungsfähiger Haushaltsgeräte liegt 2018 bei 50%

Die Studie prognostiziert u.a. einen enormen Zuwachs an vernetzbaren Haushaltsge­räten innerhalb von 4 Jahren. Demnach sollen sich bereits 2018 mehr als die Hälfte aller neuen Endgeräte aus den Bereichen Weiße Ware (Elektrogroßgeräte) und Unter­haltungselektronik über das Internet steuern oder untereinander vernetzen lassen. Consumer Electronics werden so zu einem integralen Bestandteil smarter Haussteue­rungs-Systeme im Smart Grid der Zukunft. Grund dafür seien u.a. ...

  • die gesunkenen Kosten für leistungsfähige Funkchips sowie
  • der Trend zu (Smartphone-)Apps, die ganz besonders die Integration von Ge­räten und Sensoren in Häusern und Wohnungen gefördert hätten und weiter anschieben würden.

Die Anzahl von Konsumenten mit Tablets, Smart-Phones, Smart-Watches und Smart-TVs steigt kontinuierlich. Und damit auch die Nachfrage nach der Steuerbarkeit von Geräten. Die zunehmende Verbreitung von schnellen Funkstandards wie WLAN, Blue­tooth, LTE (4G) und Powerline begünstige diese Entwicklung zusätzlich. Parallel dazu fallen die Preise.

Roboter und künstliche Intelligenz ante portas

Ein weiterer Umbruch stehe auf dem Gebiet der Sensorik und Umgebungsintelligenz bevor. Gerade für Roboter und Maschinen gehe die Entwicklung zügig voran. Sinkende Preise für Rechenleistung, Mechatronik, Miniaturisierung und künstliche Intelligenz spielen zudem eine zentrale Rolle.

Dr. Dietrich Gemmel, Geschäftsführer der RWE Effizienz GmbH, ist sich sichter, dass der Punkt erreicht sei, „an dem es Sinn macht, nach den industriellen Prozessen auch Alltagsprozesse zu Hause zu automatisieren.“ Sollten die Entwicklungen in den Berei­chen ...

  • Sensorik,
  • Haptik,
  • künstliche Muskeln,
  • maschinelles Lernen und
  • Signalverarbeitung

... ähnlich voran schreiten wie in den letzten vier Jahren, könnten bereits 2018 die ersten Haushaltsroboter auf den Markt kommen. Die Forscher von future matters er­warten bereits für 2020, dass jeder zwanzigste Haushalt in Deutschland einen flexibel einsetzbaren Roboter besitzt, der alltägliche Arbeiten verrichten kann.

In Autos werden autonome Systeme wohl noch schneller zu erleben sein: Schon heu­te können Pkw mit einem Parkassistenten besser rückwärts einparken als 90 Prozent aller Autofahrer. Im Jahr 2019 werde bereits jedes zwanzigste verkaufte Neufahrzeug von alleine fahren können - so die Prognose des Zukunftsinstituts future matters.

Energieversorgung: dezentral und lokal

Die aktuelle RWE-Studie untersucht auch die Frage, wie sich die dezentrale Energie­versorgung und Energieproduktion weiterentwickelt. Dabei steht fest, dass angesichts fallender Preise für regenerative Erzeugungsanlagen sowie sinkender Kosten für lokale Speicher bis 2018 viele Weichen für eine autarkere Energieversorgung gestellt werden.

„Die Studie geht davon aus, dass bereits innerhalb der nächsten 200 Wochen die Kos­ten für Batteriespeicher und Photovoltaikanlagen unter den Preis für Strom aus dem Netz fallen“, so Dr. Norbert Verweyen, Geschäftsführer der RWE Effizienz GmbH. Im Jahr 2018 sei der „Tipping Point“ (Wendepunkt) erreicht, an dem dezentrale Produktions- und Speicher-Lösungen auch ohne Zuschüsse günstiger liegen können als die zentrale Erzeugung und Verteilung über klassische Energienet­ze. Dabei sei wichtig, den lokal erzeugten Strom bevorzugt vor Ort zu verwenden. Nur die Kombination von dezentraler Erzeugung mit dezentraler Speicherung sei be­sonders effizient.

Verknüpfung der Netze kommt voran

Eine der wichtigsten Herausforderungen für die Energiewirtschaft bleibt dennoch die Entwicklung von neuen Geschäftsmodellen und Kooperationen. Ein zentraler Aspekt ist dabei die Verknüpfung der globalen Energie-, Kommunikations- und Mobilitäts-Netze. Deren Schnittmengen stiegen zuletzt rasant:

  • Dezentrale Erzeugungsanlagen werden bereits heute zu „virtuellen Kraftwerken“ zusammengefasst,
  • Autofahrer bekommen in Echtzeit Verkehrsdaten eingeblendet,
  • Elektro-Autos werden ans Stromnetz gekoppelt.

Auf diese Weise kommen immer mehr Akteure unterschiedlicher Branchen zusammen und erhöhen sowohl den Kunden-Nutzen als auch die eigene Vermarktungsbreite. „Schon im Jahr 2017 könnten die Energie-, Mobilitäts- und Kommunikationsnetze so stark miteinander verwoben sein, dass neue Geschäftsmodelle und Kooperationen entstehen“, vermutet Dr. Gemmel. Allerdings würden wohl für die Verbraucher auch weiterhin qualitative Aspekte wie Versorgungs- und Datensicherheit eine sehr wichti­ge Rolle spielen.

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