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Fourcault-Restaurierungsglas von Schott mit historisch authentischer Anmutung

Berliner Tränenpalast mit dem Restaurierungsglas Tikana
Berliner Tränenpalast mit dem Restaurierungsglas Tikana (Bild vergrößern)
   

(1.11.2014) Schott bietet diverse Architekturgläser an, die für die Restaurierung alter Baudenkmäler gedacht sind. Die verschiedenen Gläser werden im traditionellen Fourcault-Ver­fahren hergestellt und sind in ihrem Erscheinungsbild Fenster­glas verschiedener Epochen nachempfunden. Mit seiner diffe­renzierten Materialpalette liefert das Unternehmen Gläser, die den Anforderungen vieler Denkmalpfleger, Gebäudeeigentümer und Gebäudenutzer gerecht werden sollten.

„Tikana“ für Bauten der klassischen Moderne

Für Bauten im Bauhausstil ist beispielsweise das Restaurie­rungsglas Tikana besonders geeignet. Seine leicht unregelmä­ßige Oberfläche fügt sich harmonisch in die Bauten der klassi­schen Moderne. Dabei eröffnet Tikana wie die anderen Schott Restaurierungsgläser alle Möglichkeiten, die historische Anmu­tung mit zeitgemäßen bauphysikalischen Eigenschaften zu verknüpfen.

„Dieses Glas haben wir jüngst in zwei Projekten der Umnut­zung historischer Gebäude zu Museen eingesetzt: Im Tränen­palast in Berlin und im Kaufhaus Schocken in Chemnitz“, er­klärt Ulrich Huber, Sales Manager Architekturgläser bei Schott Advanced Optics. „In beiden Projekten haben wir mit unserem Tikana Glas nicht nur die Anforderungen der Denkmalbehörde erfüllt, sondern durch Beschichtungen und Materialkombinationen zusätzliche Funktio­nen wie Sicherheit und Wärmeschutz angeboten. Auf diesem Weg kommen wir den Wünschen aller beteiligten Interessengruppen nach: neben Denkmalpflegern auch Res­tauratoren und Kuratoren, die an der Sicherheit vor Vandalismus und Einbruch inte­ressiert sind, sowie Gebäudeeigentümern, für die Energieeffizienz eine wichtige Rolle spielt“, so Huber weiter.

  • Für den Tränenpalast kam Tikana Glas von Schott als einziges Material in Fra­ge, da es das leicht unregelmäßige Glas der frühen 60er Jahre nachahmt. Fer­ner wurden die Tikana-Scheiben auf der Innenseite mit einer thermobeschich­teten Floatglasscheibe kombiniert, um die Anforderungen an den Wärmeschutz zu erfüllen.
  • Beim Kaufhaus Schocken werden die Tikana-Glasscheiben neben den Anforde­rungen an die Wärmeisolierung zusätzlich noch den Sicherheitsanforderungen gerecht. Dazu wurde das Restaurierungsglas mit einer Sonnenschutzbeschich­tung ausgestattet und mit einem Verbundsicherheitsglas kombiniert:

Das Kaufhaus Schocken in Chemnitz setzt Schott Tikana-Restaurierungsglas ein.

„Restover“ für Bauten der Jahrhundertwende (vor hundert Jahren)

Das Restover-Glas von Schott ähnelt um die Jahrhundertwende gefertigtem Fenster­glas. Seine geringe Dicke erlaubt den problemlosen Einbau in historische Fensterrah­men und -profile. Mit Restover light ist zudem eine weniger, mit Restover plus eine stärker strukturierte, mundgeblasenem Glas ähnelnde Oberflächenvariante verfügbar.

„Goetheglas“ imitiert Glas des 18. und 19. Jahrhunderts

Goetheglas ist ein farbloses, gezogenes Glas mit der charaktervollen, unregelmäßigen Oberfläche von Fenstergläsern vor allem des 18. und 19. Jahrhunderts. Es eignet sich auch zur Außenschutzverglasung, um beispielsweise wertvolle Bleiverglasungen vor Umwelt- und Witterungsschäden zu bewahren.

Insgesamt umfasst das Angebot von Schott neben den maschinengezogenen Restau­rierungsgläsern auch mehrere hochwertige Architekturgläser:

  • das dekorative Artista Klarglas für Innen- und Außenanwendungen,
  • das hochtransparente, farblose Flachglas Rivuletta mit einseitig parallel ver­laufender Oberflächenstruktur,
  • das semi-transparent verspiegelte Mirona Glas und
  • das dichroidische Narima Effektglas.

Weitere Informationen zu Restaurierungsgläsern können per E-Mail an Schott angefordert werden.

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