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Stahlturm mit innenliegender Membranbespannung für das Phänomenta in Lüdenscheid


Rendering: Engel-Hähnel für KKW Architekten
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(21.10.2014) Das Science Center Phänomenta in Lüdenscheid (siehe Google-Maps) wird bis Anfang 2015 räumlich und inhaltlich erweitert. Ein An­bau mit rund 2.000 m² Ausstellungsfläche bietet künftig mehr Raum für Phänomene von ganz unterschiedlicher Art - und trägt zugleich selbst eines auf dem Dach: Wie ein Fingerzeig soll ein 76 Meter hoher Stahlturm mit innenliegender Membran­bespannung gen Himmel ragen. Im Inneren schwingt zudem ein Foucaultsches Pendel.

Die Tragstruktur des markanten Gebildes besteht aus einem spiralförmigen Stahlturm, mit dem die innenliegende Membran­helix an wenigen Punkten verbunden ist. Diese Konstruktion besteht aus ...

  • insgesamt rund 1.000 m² Membran aus PVC/PES Ferrari Precontraint 1202S2 und
  • drei gestaltgebenden Seilen mit einem Durchmesser von 26 mm, die das textile Gewebe an neun Punkten in Rich­tung Stahlturm vorspannen.

Dadurch soll die Membran in Form einer Helix der sich drehen­den und nach oben verjüngenden Turmstruktur folgen und einen rund 5.200 m³ großen Raum bilden. Darin befindet sich der Pendelturm - ein rund 26 Meter hohes Dreibein mit Bespan­nung, in dem das Foucaultsche Pendel schwingt.

Die äußere Hülle hat den Pendelturm vor Witterungseinflüssen zu schützen. Darüber hinaus soll die ausdrucksstarke Stahl-Membranskulptur in den Abend- und Nachtstunden als weithin sichtbarer Leuchtkörper den Ort betonen. Mit Licht hinterleuchtet, fungiert sie letztlich selbst als Exponat des interaktiven Science Centers und stimmt die Besucher auf die Welt der Wissenschaft ein.

Bautafel:

Weitere Informationen zu Membranbespannungen können per E-Mail an formTL angefordert werden.

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