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Machine-to-Machine Kommunikation auf dem großen Sprung ... auch in die Haustechnik

(5.9.2014) Die smarte Vernetzung von Maschinen und Geräten - die Machine-to-Ma­chine Kommunikation (M2M) - liegt im Trend mit viel Potential für die Gebäudeauto­mation. Zahlen des Marktforschungsinstituts IDC lassen erwarten, dass bereits 2015 weltweit rund 15 Milliarden Maschinen und Geräte per M2M-Lösung mit Internet oder Firmennetzwerken verbunden sein werden.

Zahlreiche Unternehmen aus den Bereichen Logistik, Maschinen- und Anlagenbau oder auch dem Bauwesen setzen bereits auf M2M-Technologie. Durch den automatischen Informationsaustausch zwischen Geräten und der IT-Infrastruktur beziehungsweise einem zentralen Applikationsportal wollen sie Kosten sparen und die Effizienz von Ge­schäftsabläufen steigern.

Eine M2M-Lösung besteht in aller Regel aus drei Elementen:

  1. Sensoren beziehungsweise sonstige Geräte sammeln die Daten, die gemessen und analysiert werden sollen. Dabei können unterschiedliche Parameter aufge­zeichnet werden, wie beispielsweise Energieverbrauchsdaten bei Gebäuden, der Wartungszustand von Aufzügen oder Erschütterungen eines Containers beim Transport zerbrechlicher Waren.
  2. Die erfassten Daten werden gesammelt und automatisch per Mobilfunk- oder Festnetz an einen Server zur weiteren Verarbeitung übertragen. Vor allem der Mobilfunk spielt bei M2M-Lösungen eine wichtige Rolle. Denn häufig müssen bei der Datenübertragung große Distanzen überwunden werden, etwa wenn eine Maschine in Südamerika oder Frachtcontainer auf einem Transportschiff von der Zentrale in Mitteleuropa aus überwacht werden sollen. Oder die Sensoren befinden sich in (noch nicht fertiggestellten) Gebäuden ohne Festnetzleitung. In diesen Fällen ist die Übertragung per Mobilfunk deutlich einfacher und kos­tengünstiger. Die Verwaltung der verwendeten SIM-Karten erfolgt über eine globale M2M-Management-Plattform. Hier können sich die Nutzer über den Status der Datenübertragung informieren und bei Bedarf einzelne SIM-Karten sperren oder neue Karten aktivieren.
  3. Zentrales Visualisierungs- und Auswertungssystem. Eine Software-Applikation sammelt schließlich alle von den Sensoren aufgezeichneten Daten und wertet sie aus. Dargestellt werden sie für die Nutzer in Form von übersichtlichen Re­ports und Dashboards, die dem Nutzer alle wichtigen Analysen und Werte zu den angeschlossenen Geräten, Sensoren und Maschinen auf einen Blick anzei­gen.

Um ihr volles Potenzial zu entfalten, muss eine M2M-Lösung einige Kriterien erfüllen:

  • Die M2M-Lösung sollte möglichst viele Geräte einzeln er­fassen können. Dies ist wichtig, um eine umfangreiche Überwachung zu garantieren.
  • Die Kontinuität des Datenstroms muss je nach Anwen­dungsfall gegebenenfalls auch über Ländergrenzen hin­weg gesichert sein. Hierfür ist es von Vorteil, wenn der M2M-Anbieter eine umfangreiche und möglichst globale Netzabdeckung anbieten kann. Gemeinsam mit verschie­denen Partner-Netzwerken deckt beispielsweise das Mo­bilfunknetz von Vodafone die wichtigsten internationalen Märkte ab. Eine Global SIM-Karte ermöglicht dabei inter­nationales Roaming zu einheitlichen Kosten.
  • Die erfassten Daten müssen in verwertbarer Weise zueinander in Beziehung ge­setzt und die Ergebnisse anschließend benutzerfreundlich präsentiert werden, beispielsweise in einer übersichtlichen Dashboard-Oberfläche.

Die gewonnenen Erkenntnisse können so in kurzer Zeit zu Verbesserungen führen, wie etwa rechtzeitiger Service bei Förder- und Klimaanalgen, geringere Wartungskos­ten in der Fertigung oder weniger Transportschäden in der Logistik. Dies kann zu ei­nem schnellen Return-on-Investment führen.

In der Haus- und Gebäudetechnik kommt M2M-Kommunikation derzeit vor allem in zwei Bereichen zum Einsatz:

  • als Basis von Energiedatenmanagement-Lösungen (EDM) zur Überwachung und Optimierung des Energieverbrauchs und
  • in der Sicherheitstechnik.

Intelligentes Energiedatenmanagement auf M2M-Basis kann zum Beispiel nicht nur den gesamten Strom- und Wasserverbrauch eines Firmengebäudes überwachen, es kann darüber hinaus Klimaanlage, Luftfilteranlagen, IT-Infrastruktur und vieles mehr beobachten und die erfassten Messwerte sogar über Ländergrenzen hinweg übertra­gen. Unternehmen sollen so ihren Energieverbrauch um bis zu 40 Prozent senken kön­nen.

Auch in der Sicherheitstechnik lassen sich dank M2M-Lösungen signifikant Kosten sen­ken, beispielsweise durch den verringerten Wartungsaufwand und die leichtere Instal­lation der Sicherheitslösung. Die Vernetzung der Überwachungskameras, Bewegungs­melder und Sicherheitssensoren führt zudem zu einer höheren Verlässlichkeit der Über­wachung.

Weitere Informationen zur Machine-to-Machine Kommunikation können per E-Mail an Vodafone angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen: