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EnOcean Alliance definiert Remote Commissioning EnOcean-basierter Geräte

(3.9.2014) Die EnOcean Alliance hat eine einheitliche Spezifikation definiert, mit der sich batterielose Funklösungen in einem Gebäudeautomationssystem per Fernzugriff in Betrieb nehmen lassen (Remote Commissioning). Sie soll die Steuerung und Konfigura­tion von Gebäudeautomationsnetzwerken optimieren und erleichtern. Zudem ermög­licht die Spezifikation, vorhandene Netzwerke vollständig zu dokumentieren. Die Kom­missionierung per Fernzugriff gilt als die nächste maßgebliche Interoperabilitätsstufe des EnOcean-Ökosystems.

Die neue Spezifikation definiert eine einheitliche Methode, um Automationsnetzwerke einschließlich EnOcean-basierter Geräte in Betrieb zu nehmen und langfristig zu betrei­ben. Deshalb hat die Technical Working Group (TWG) der EnOcean Alliance einen kom­pletten Prozess für die Fernkommissionierung entwickelt. Dieser umfasst die Erstinstal­lation, Parametrisierung, Steuerung, Wartung und Dokumentation batterieloser Funk­lösungen.

Die Fernkommissionierung legt die Kommunikation zwischen dem zu installierenden und dem Zielgerät fest. Dafür hat die TWG eine interoperable Schnittstelle spezifiziert, die Hersteller in ihre Produkte integrieren können. Diese ergänzt die bestehenden einheit­lichen Anwendungsprofile und erweitert die Interoperabilität der Lösungen. Die Basis dafür bilden Grundregeln für den Fernzugriff, die Konfiguration sowie eine einheitliche Parametrisierung EnOcean-basierter Geräte. Die Kommunikation selbst erfolgt über Ge­neric Profiles. Diese Sprache bestimmt die grammatikalischen Regeln, mit denen Werte für den batterielosen Funk beschrieben werden.

„Mit Remote Commissioning hat die EnOcean Alliance einen neuen Standard für die In­stallation und den Betrieb intelligent automatisierter Gebäude definiert. Das erleichtert Planern, Installateuren und Systemintegratoren ihre Arbeit. Gleichzeitig stärkt sie die Interoperabilität EnOcean-basierter Lösungen, da sich der Installateur nicht mehr mit den besonderen Eigenschaften des Geräts auseinandersetzen muss“, erklärt Marian Hönsch, Product Marketing - Software Architect, EnOcean GmbH, und Remote Com­missioning Team Leader, Technical Working Group, EnOcean Alliance.

Detaillierte Gerätebeschreibung

Zusätzlich zum Kommissionierungsprozess hat die TWG eine einheitliche Gerätebe­schreibung festgelegt. Diese soll das Produkt und seine Funktionen in einem elektroni­schen Datenblatt beschreiben. Alle diese Informationen werden dann in einer zentra­len Datenbank zur Verfügung stehen. Installateure oder Systembetreiber können dort mithilfe der Produkt-ID das passende Datenblatt finden. So können sie umgehend auf alle Eigenschaften eines Geräts, einschließlich der verwendeten Anwendungsprofile (EnOcean Equipment Profiles, EEP), auf die Betriebsweise und die Anforderungen der Parametrisierung zugreifen. Das vereinfacht die Inbetriebnahme und Wartung eines EnOcean-Netzwerks.

Die spezifizierte Inbetriebnahme per Fernzugriff umfasst folgende Funktionen:

  • Zentralisierung und Dokumentation des Einlern-Prozesses
  • Fernzugriff auf ein Gerät nach der Installation über ein zentrales Tool (z.B. Smartphone, Tablet, Steuereinheit)
  • Zentrale Reproduzierbarkeit und Änderung der Konfiguration sowie der Steue­rungsparameter, auch während des Betriebs
  • Einfaches Ermitteln von Fehlfunktionen und Ersatz von ausgefallenen Geräten in einem System
  • Umfassende Geräte-Konfiguration und -Dokumentation
  • Basisdefinition für Tools wie zum Beispiel Apps oder webbasierte Schnittstellen, die alle Funktionen der Fernkommissionierung abbilden
  • Grundlage für das Monitoring von Anwendungen, um ein laufendes Netzwerk zu visualisieren und aktiv zu steuern

Batterielose Funklösungen nutzen die Energie aus der Umgebung als Stromquelle. Das ermöglicht flexible, einfach zu installierende und wartungsfreie Automationssys­teme für energieeffiziente und komfortable Gebäude. Inzwischen sind mehr als 1.200 EnOcean-basierte Produkte von über 350 Mitgliedsunternehmen der EnOcean Alliance auf dem Markt erhältlich. Dank der hohen Flexibilität der Produkte reichen die Instal­lationen von wenigen Hundert batterielosen Geräten in Smart Homes bis hin zu meh­reren Tausend Funkknoten in großen Bürogebäuden.

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