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ZVSHK fordert „Freie Wahl bei der Wärmequelle!“

(11.8.2014; Verlinkungen zuletzt am 18.6.2016 korrigiert!) Laut Bundeskartellamt sind etwa 14% aller Woh­nungen abhängig von Fernwärme, also der Versorgung mit Wärme über Rohre von kleinen oder großen Kraftwerken. Die Crux an der Sache: in aller Regel ist der lokale Fernwärmean­bieter Monopolist und legt die Preise fest, die zum Teil deut­lichüber dem Bundesdurchschnitt liegen. Der Dumme sei der Verbraucher, der nicht zu einem günstigeren Versorger wech­seln kann, stellt der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) in der Juli-Ausgabe seiner Publikation „statement“ fest.

Zwar geht das Bundeskartellamt derzeit gegen sieben Anbie­ter vor, denen man Wucher vorwirft. Doch das eigentliche Problem ist systemisch: „Wir brauchen einen freien, innovativen und vor allem ener­gieträgerneutralen Wärmemarkt in Deutschland“, mahnt der ZVSHK an. Einen Wärme­markt, bei dem wirtschaftliche und umweltgerechte Technologien im Fokus stehen. Es sei kaum jemandem zu vermitteln, dass nicht jeder Hausbesitzer autonom und in­dividuell bestimmen könne, wodurch er den Wärmebedarf für sein Eigenheim decken möchte.

Die Debatte schließt übrigens die Erneuerbaren Energien ein - in Deutschland deckt allein die Holzfeuerung knapp drei Prozent der gesamten Endenergie in privaten Haus­halten ab. Der Hidden Champion unter den Erneuerbaren Energien spiele in der öffent­lichen Wahrnehmung jedoch kaum eine Rolle. „Hinzu kommen fragwürdige staatliche Regulierungen wie die der Verbrennungsverbote sowie eben jene Anschluss- und Be­nutzungszwänge in einigen Kommunen,“ stellt der ZVSHK fest.

Damit müsse endgültig Schluss sein, fordert der Verband. Vielmehr sollte angefangen werden, über neueste Heiztechnologien und Energieeffizienz zu sprechen. Denn jeder wisse: ein freier Markt sorgt für mehr Wettbewerb und mehr Innovation. Davon könn­ten  Verbraucher wie Umwelt profitieren. Zukünftig sollte also jeder frei entscheiden können, welche Heizgeräte und Brennstoffe er für seine Immobilie wählt.

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