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Gesicherter Schallschutz bei Schachtwänden aus Gips-Wandbauplatten

(25.6.2014) Gips-Wandbauplatten, wie sie für nichttragende innere Trennwände eingesetzt werden, eignen sich auch für den wirtschaftlichen Aufbau von Schachtwänden - so das Ergebnis eines Forschungsprojektes an der Hochschule für Technik Stuttgart (HFT). Dabei wurde aufgezeigt, dass sol­che Schachtwände bei fachgerechter Planung alle Norman­forderungen an den Schallschutz gegen Geräusche aus Was­serinstallationen erfüllen.

Von den HFT-Forschern Prof. Dr.-Ing. Heinz-Martin Fischer und Dipl.-Ing. Andreas Ruff wurden Schachtwände unter­sucht, die U-förmig vor der eigentlichen Installationswand errichtet werden. Eine Unterkonstruktion ist dabei nicht er­forderlich, ebenso entfallen können aufwendige Detailarbei­ten auf der schwer zugänglichen Innenseite der Schächte. Die massiven Gips-Wandbauplatten werden allein mit Gips­kleber in den Fugen ausgeführt. Auch bei kleinteiligen Ab­messungen entstehen durch den einfachen Zuschnitt der Platten schnell homogene Schachtwände.

Schallschutzplatten D100-R50 und D100-Rmax

Im Rahmen der Untersuchungen wurde der Schallschutz dieser Schachtwände bei einer Ausführung in 100 mm Dicke ermittelt, der vor allem von der Rohdichte der ver­wendeten Platten abhängt. Im Ergebnis erfüllen die Schallschutzplatten D100-R50 und D100-Rmax mit ihren flächenbezogenen Maßen von ca. 140 bzw. 120 kg/m² die Anforderungen der DIN 4109 bei einem Schalldruckpegel aus Wasserinstallationen von maximal 30 dB(A). Eine zusätzliche Bedämpfung auf der Schachtinnenseite mit Absorptionsmaterial wie z.B. Mineralwolle verbessert den Schallschutz weiter.

Selbst höhere Anforderungen an den Ruheschutz, etwa nach VDI 4100, lassen sich bei bauakustisch fachgerechter Planung mit Installations- und Schachtwänden aus massiven Gips-Wandbauplatten einhalten. Möglich wird dies durch elastische An­schlüsse mit speziellen Randanschlussstreifen, mit denen die vergleichsweise leich­ten Trennwände von den angrenzenden Bauteilen schalltechnisch entkoppelt wer­den. Der elastische Anschluss reduziert deutlich die Weiterleitung von Körperschall. Laut Eignungsbericht der HFT wird so eine Flankendämmung erreicht, die in der Grö­ßenordnung einer etwa drei bis vier Mal so schweren (starr angeschlossenen) Mas­sivwand liegt.

Weitere Informationen zu Gips-Schallschutzplatten können per E-Mail an VG-Orth angefordert werden.

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