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Internet der Dinge lässt digitales Universum explodieren

(22.4.2014) Das weltweite Datenvolumen wird bis 2020 um das Zehnfache anwach­sen - von derzeit 4,4 Billionen Gigabyte auf 44 Billionen Gigabyte*). In Deutschland wird die Menge digitaler Daten im gleichen Zeitraum von 230 auf 1.100 Milliarden Giga­byte steigen. Vor allem das Internet der Dinge und die damit verbundene zunehmende Verbreitung von Funktechniken, smarten Produkten und softwarebasierten Geschäfts­modellen tragen dazu bei, dass sich das Digitale Universum künftig alle zwei Jahre ver­doppelt - das geht zumindest aus der siebten Studie „EMC Digital Universe“ hervor, die die EMC Corporation am 9. April veröffentlicht hat. Die Studie berechnet und prog­nostiziert die jährlich produzierte Datenmenge. Grundlage dafür sind Forschungsergeb­nisse und Analysen von IDC.

Die weiteren Erkenntnisse der Studie:

  • Schwellenländer produzieren mehr Daten: Derzeit produzieren hochentwickelte Länder wie Deutschland, Japan und die Vereinigten Staaten 60% der Daten im Digitalen Universum. Bis 2020 wird sich dieses Verhältnis umkehren: Die Schwel­lenländer Brasilien, China, Indien, Mexiko und Russland  werden dann rund 60% der Daten generieren.
  • Datenmenge wächst schneller als der verfügbare Speicher: Der weltweit auf al­len Speichermedien verfügbare Speicherplatz wächst langsamer als das Digitale Universum: 2013 reichte die verfügbare Speicherkapazität noch für 33% des Di­gitalen Universums. 2020 wird die verfügbare Speichermenge nur noch für 15% aller Daten reichen. Die überwiegende Menge aller weltweiten Daten muss je­doch nicht dauerhaft gespeichert werden, da sie flüchtig ist - wie zum Beispiel Videostreams, interaktive Onlinespiele oder digitales Fernsehen.
  • Daten mit Cloud-Anbindung verdoppeln sich: 2013 hatten weniger als 20% aller Daten im Digitalen Universum Verbindung zur Cloud. 2020 wird sich dieser Pro­zentsatz auf 40 verzweifachen.
  • Verbraucher erzeugen Daten, Unternehmen sind dafür verantwortlich: Zwei Drittel der Informationen im Digitalen Universum werden von Verbrauchern und Angestellten erzeugt oder gespeichert. Unternehmen haften jedoch für 85% dieser Daten oder sind anderweitig für sie verantwortlich.

Massives Datenwachstum durch Sensoren

Das Internet der Dinge umfasst Milliarden von Alltagsgegenständen, die mit Sensoren und Datenschnittstellen ausgestattet sind. Dazu gehören zum Beispiel Laufschuhe mit Geschwindigkeitssensoren oder auch Brücken, die die Verkehrsdichte messen. IDC schätzt, dass heute knapp 200 Milliarden Objekte mit dem Internet der Dinge verbun­den werden können. Davon kommunizieren sieben Prozent (14 Milliarden) über das In­ternet. Die von diesen Geräten produzierten Daten entsprechen in etwa zwei Prozent des weltweiten Datenbestands. 2020 werden bereits 32 Milliarden Objekte mit dem Internet verbunden sein. Diese produzieren dann ungefähr zehn Prozent der weltwei­ten Daten. In Deutschland soll der Anteil der vom Internet der Dinge produzierten Da­ten am Digitalen Universum bis 2020 sogar von 2 auf 14% wachsen.

Die Menge der nutzbaren Daten nimmt zu

Das Internet der Dinge wird auch die Menge derjenigen Daten vergrößern, die sich tatsächlich auswerten lassen. 2013 waren nur 22% aller Informationen im Digitalen Universum nutzbare Daten - von diesen wurden wiederum nur fünf Prozent tatsäch­lich ausgewertet. 2020 sollen bereits mehr als 35% aller Daten nutzbar sein.

Die Hälfte der schützenswerten Daten ist ungeschützt

Dieses Wachstum nutzbarer Daten eröffnet viele neue Möglichkeiten, mit Kunden zu interagieren, Geschäftsabläufe zu optimieren und Betriebskosten zu senken. Es stellt Unternehmen aber auch vor neue Herausforderungen beim Management, der Speiche­rung und dem Schutz dieser Masse an unterschiedlichen Daten. IDC schätzt, dass 40% aller Daten im Digitalen Universum Schutz benötigen - von Daten mit erhöhtem Vertraulichkeitslevel bis hin zu vollständig verschlüsselten Informationen. Jedoch wer­den derzeit nur 20% der Daten tatsächlich abgesichert. Das ist gerade einmal die Häl­fte aller eigentlich schutzwürdigen Daten.

Sabine Bendiek, Geschäftsführerin EMC Deutschland GmbH: „Die neue Auflage unse­rer Digital-Universe-Studie verdeutlicht auf beeindruckende Weise, wie massiv die Da­tenvolumen in den kommenden Jahren wachsen werden - angetrieben durch die kon­tinuierlich steigende Nutzung von Internet, Smartphones sowie sozialen Netzwerken und vor allem durch das Internet der Dinge. Für Unternehmen bietet das die Chance, neue Wertströme für Kunden zu schaffen, die Produkteinführungszeit zu verkürzen und schneller auf die Bedürfnisse der Kunden zu reagieren. Gleichzeitig sehen sich Un­ternehmen aber auch einem großen Transformationsdruck ausgesetzt: Sie müssen agil und effizient werden und zudem Spezialisten ausbilden, die den Umgang mit den neu­en Analyse-Tools beherrschen. Dabei spielt das Thema Geschwindigkeit eine wichtige Rolle: Nur wer diese Veränderungen schnell hinbekommt, wird das Differenzierungspo­tenzial des Internets der Dinge voll ausschöpfen können.“

Vernon Turner, Senior Vice President, IDC: „Das Digitale Universum und das Internet der Dinge stehen in enger Wechselwirkung: Indem Sensoren mit dem Internet verbun­den werden, gewinnen die von ihnen generierten Daten an Geschäftsrelevanz. Das wird für eine Transformation ganzer Branchen sorgen. Zudem werden herkömmliche Storage-Services künftig deutlich stabiler und fehlertoleranter sein müssen, um das Datenvolumen des Digitalen Universums zu unterstützen. Dies kann nur in software­basierten Umgebungen sichergestellt werden.“

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*)  Zum Vergleich: Würden die Daten des Digital Universums in Tablets (128 GB) ge­speichert und diese gestapelt, so wäre der Turm 13.000 km hoch. 2020 wäre der Tablet-Turm schon 63.000 km hoch, 1/6 der Entfernung zum Mond (berechnet auf Grundlage der Daten des iPad Air mit 128GB Speicherkapazität und 0,8cm Bauhöhe).
Heute produziert ein Durchschnittshaushalt pro Jahr genug Daten, um 65 Smart­phones mit 32 GB im Jahr zu befüllen. Im Jahr 2020 werden es 318 Smart­phones sein.

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