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Grundinvest Studie zum Start der EnEV 2014: Renditeschreckgespenst und Fremdwort

(30.3.2014) Dämmwände so dick wie der 1.000-Seiten-Roman Ulysses von James Joyce, dreifachverglaste Fenster zum Preis gebrauchter Kleinwagen, neue Heizkessel statt alter Verbrennungsboliden: Laut aktuellem Grundinvest Report, einer regelmäßige Befragung von 1.000 Privatanlegern in ganz Deutschland *), sind die energetischen Zukunftspläne der Regierung bei vielen Deutschen noch nicht angekommen: Immerhin 52% der Privatanleger erklären darin, noch nie etwas von der Energieeinsparverord­nung 2014 (EnEV 2014) gehört zu haben. Besonders hoch soll der Anteil der EnEV-ah­nungslosen Privatanleger mit 58% in München sein; in Berlin seien es indes nur 48%.

Bei aller Unwissenheit überwiegt laut Untersuchung zudem die Skepsis. Deutschland­weit sind 58% der Befragten der Auffassung, dass die Verordnung Immobilien unnötig verteuert. Besonders Hamburger Privatanleger (59%) fürchten anscheinend einen Kos­tenschock. Entsprechend vertritt die Mehrheit der Privatanleger die Meinung, dass der Umwelt- und Ressourcenschutz bei Immobilien auf Kosten der Rendite gehe. Am größ­ten ist die Angst vor Renditeeinbußen in Hamburg, wo 66% um Investitionsgewinne fürchten. Allerdings können sich laut Euro Grundinvest immerhin 55% der Privatanleger vorstellen, dass nach EnEV 2014 umgesetzte Häuser und Wohnungen bei Mietern und Käufern gefragter sind als verbrauchsintensivere Objekte.

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*) Die Studie wurde im März 2014 vom Münchner Bauträger Euro Grundinvest initiiert und vom Berliner Meinungsforschungsinstitut GapFish durchgeführt.

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