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Neues Druckausgleichventil erhöht Warmwasserkomfort an Waschtischen

(23.3.2014; SHK Essen-Bericht) (Nicht nur) für den Armatu­renhersteller Schell ist ein wohltemperierter gleichmäßiger Wasserfluss am Waschplatz heute Stand der Technik, den jeder Bauherr verlangen kann. Doch unterschiedliche Drücke auf der Warm- und Kaltwasserleitung können immer wieder zu unangenehmen Temperaturspitzen am Armaturenauslauf führen, die Schell mit dem „Druckausgleichventil PBV“ be­herrschbar machen will.

Entwicklungsbedarf sah Schell in erster Linie für die Kombi­nation von sensorgesteuerten Waschtischarmaturen mit Kleindurchlauferhitzern. Für sie entscheiden sich Pla­ner von öffentlich-gewerblichen Sanitärbereichen immer häu­figer, nicht zuletzt aufgrund der aktuellen Trinkwasserver­ordnung. Doch die Technik macht bei dieser Gerätekonstel­lation Probleme:

  • Beim Durchfliesen des Wassers durch den Kleindurchlauferhitzer geht ein Teil des Drucks verloren.
  • Die unterschiedlichen Armaturenanschlussdrücke können dann in den Mischern der Sensorarmaturen zu einer Kaltwasserbeimischung führen. Vor allem im Win­ter wird dieser Komfortverlust als unangenehm empfunden.

Aber auch an herkömmlichen Waschtischinstallationen, die das Warmwasser über eine zentrale Anlage beziehen, beklagen Nutzer häufig abweichende Temperatur­en. Diese Druckschwankungen sind für den Verbraucher nicht nur lästig, in sensiblen Bereichen wie Kinderbetreuungsstätten, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen be­steht ggf. dann Verbrüh- oder Schockgefahr. Das neuentwickelte „Druckausgleich­ventil PBV“ versteht sich gerade hier als wirkungsvolle Präventivmaßnahme.

Als kleines eigenständiges Bauteil, das speziell für Waschtisch-Armaturen entwickelt wurde, findet das neue „Druckausgleichventil PBV“ unter jedem Waschtisch Platz. Dort verbessert es das Mischverhalten der Waschtischarmaturen, indem es die oft­mals niedrigeren Drücke auf der Warmwasserseite den Drücken auf der Kaltwasser­seite angleicht. Auf diese Weise werden ungewünschte Kaltwasserbeimischungen an Sensorarmaturen verhindert. Positive Ergebnisse lassen sich auch bei Einhebelar­maturen erzielen: Durch die annähernd gleichen Anschlussdrücke ist ein sehr breiter Einstellbereich der Mischwassertemperatur möglich. Zudem lässt sich die gewünsch­te Warmwassertemperatur schnell und äußerst präzise einregulieren, was obendrein Wasser spart.

Montiert wird das kreisrunde Bauteil mit etwa 75 mm Durchmesser direkt vor der Sensor-, Selbstschluss-, Einhebel- oder Zweigriff-Armatur. Dort arbeitet es selbst­tätig ohne den Einsatz von Fremdenergie - weder Batterie noch Netzanschluss sind erforderlich. Alle Werkstoffe sind KTW-geprüft und erfüllen die Anforderungen nach dem DVGW-Arbeitsblatt W 270. Im Gehäuse sind auch zwei Rückflussverhinderer integriert.

Als Zubehör hält Schell außerdem ein „Anschlussset PBV“ für Kleindurchlauferhitzer bereit. Es besteht aus den Schlauchleitungen „Schell Clean-Flex S“ und einem T-Stück für den Anschluss zum Druckausgleichventil.

Weitere Informationen zum Druckausgleichventil PBV können per E-Mail an Schell angefordert werden.

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