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„Die Hauswende“ zur energiesparenden Sanierung ist gestartet

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(15.3.2014) Bundesbauministerin Barbara Hendricks hat am 11.3. (3 Jahre nach der Fukushima-Katastrophe) den Start­schuss für die Kampagne „Die Hauswende“ gegeben. Dabei handelt es sich um eine bundesweite und branchenübergrei­fende Informationsoffensive zur energetischen Gebäudesa­nierung, mit der ein Bündnis aus Politik und Wirtschaft die Energiewende im Gebäudebereich vorantreiben will. Initiiert wurde „Die Hauswende“-Kampagne von der Allianz für Ge­bäude-Energie-Effizienz (geea); getragen wird sie ...

Die Bundesregierung trägt mit 1,3 Millionen Euro zu dem Projekt bei. Gesteuert wird die Kampagne von der Deutschen Energie-Agentur (dena).


v.l.n.r.: Andreas Lücke (BDH-Hauptgeschäftsführer), Manfred Greis (BDH-Präsident), Dr. Barbara Hendricks (Bundesbauministerin), Stephan Kohler (geea-Sprecher und Vorsitzender der dena-Geschäftsführung), Marianne Tritz (GDI-Geschäftsführerin), Ulrich Tschorn (VFF-Geschäftsführer) Foto: dena/P. Becerra (Bild vergrößern)

„Fast zwei Drittel der rund 15 Millionen Ein- und Zweifamilienhäuser in Deutschland stammen aus einer Zeit, in der es noch keinerlei Vorgaben für den baulichen Wärme­schutz gab. Die Energiewende wird nur funktionieren, wenn wir es schaffen, diese Ge­bäude energieeffizient zu sanieren und verstärkt den Wärmebedarf mit erneuerbaren Energien zu decken“, betonte Bundesbauministerin Barbara Hendricks bei der Auftakt­veranstaltung. „Die energetische Sanierung ist die Energiewende in den eigenen vier Wänden. Deshalb unterstützen wir mit der Kampagne Hausbesitzer dabei. Die energie­sparende Modernisierung ist für alle eine gute Investition in die Zukunft“, fügte Hen­dricks hinzu.

  • Effiziente Heizungstechnik,
  • eine fachgerechte Wärmedämmung,
  • moderne Fenster und
  • erneuerbare Energien.

Bei einer energetischen Sanierung müssen verschiedene Gewerke Hand in Hand arbei­ten. Für Hausbesitzer ist es oft nicht einfach, ein so komplexes und technisches Vor­haben umzusetzen. Umso wichtiger ist es, neutrale Informationen und fachgerechte Unterstützung zu bekommen. Das Internetportal die-hauswende.de bündelt die wich­tigsten Informationen zur energetischen Gebäudesanierung. Per Online-Suche können Verbraucher geeignete Fördermöglichkeiten sowie qualifizierte Energieexperten und Firmen in ihrer Nähe finden. Weiterhin soll es eine bundesweite Anzeigenkampagne so­wie Informationsveranstaltungen in vielen Städten und Regionen geben.

„Das Besondere an dieser Kampagne ist, dass die wichtigsten Marktakteure der ener­getischen Gebäudesanierung an einem Strang ziehen und sich gemeinsam für mehr Energieeffizienz im Gebäudebereich einsetzen“, erläuterte Stephan Kohler, geea-Spre­cher und Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. „Es ist ein großer Erfolg, dass alle beteiligten Branchen und die zuständigen Bundesministerien die Kampagne "Die Haus­wende" unterstützen. Wir schaffen damit mehr Transparenz auf dem Sanierungsmarkt und die Unternehmen werden ihrer Verantwortung gegenüber den Kunden gerecht“.

Die auf zwei Jahre angelegte Sanierungskampagne, die vor allem die rund 15 Millionen Besitzer von sanierungsbedürftigen Ein- und Mehrfamilienhäusern ansprechen soll, wird auch von den großen Branchenverbänden getragen - dazu zählen ...

zur Erinnerung: In den nächsten 20 Jahren soll bei ca. 50 Prozent aller deutschen Wohnhäuser eine Sanierung anstehen; aktuell werden 40 Prozent der gesamten End­energie in Deutschland im Gebäudebereich verbraucht. Um das politisch gesetzte Ziel zu erreichen, den Gebäudebestand bis 2050 auf einen nahezu klimaneutralen Stand zu bringen, wäre mindestens eine Sanierungsrate von 2,5 Prozent pro Jahr notwen­dig. Mit der derzeitigen Quote von 0,8 Prozent wird das Ziel noch nicht einmal in ein­hundert Jahren erreicht. Allerdings muss auch die Frage gestellt werden, ob ...

  • die Hersteller überhaupt die nötige Menge an Heizgeräten, Dämmstoffen oder Fenstern herstellen könnten, und ob
  • das Handwerk in der Lage wäre, die erforderlichen Montage-Kapazitäten zu verdreifachen.

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