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WKI-Webinar am 18.3.: „Katalysatoren zur Raumluftreinigung - Helfer oder Risiko?“


  

(7.3.2014) Eine Methode, Schad- oder Geruchsstoffe aus der Luft zu entfernen, ist die Verwendung von Filtern. Klassische Filtermaterialien haben jedoch den Nachteil, dass sich ihre Kapazität irgendwann erschöpft, weil ihre maximale Adsorptionskapazität erreicht ist, und sie in der Folge ihre Wirksamkeit einbüßen. Spätestens dann muss ein Austausch erfolgen. Aus diesem Grund werden zunehmend Katalysatoren in Produkten und Materialien zur Reinigung der Raumluft eingesetzt. Dies kann aktiv in Raumluftreinigern oder passiv an funktionalisierten Oberflächen erfolgen. Solche so genannten katalytischen Verfahren haben den Vorteil, dass die Zielstoffe in der Regel abgebaut und nicht nur adsorbiert werden.

Zum Schlechten gewandelt?

Geschieht der Abbau der Zielstoffe vollständig, spricht man von Mineralisierung. Aus organischen Stoffen entstehen dann im Wesentlichen Kohlendioxid und Wasser. Gerade hierin liegt jedoch häufig ein Problem: Ist die Umsetzung unvollständig, können unerwünschte Nebenprodukte entstehen, die sogar negativere Eigenschaften aufweisen als die Ausgangsverbindungen. Zudem kann die Effektivität der Katalysatoren durch den Einbau in eine Matrix oder durch ungünstige Rahmenbedingungen abnehmen. Wechselwirkungen zwischen Matrix und Katalysatoren können zudem ebenfalls zur Bildung unerwünschter Nebenprodukte beitragen. Ein häufig sowohl als Abbauprodukt als auch durch Wechselwirkungen von Katalysator und Matrix auftretender Stoff ist z.B. Formaldehyd. In diesem Fall würde lediglich ein unerwünschter Stoff durch einen anderen ersetzt.

Webinar am 18.3.2014 von 15:00 bis 16:00 Uhr

Im angekündigten WKI-Webinar sollen u.a. Untersuchungen zum Abbau verschiedener Beispielstoffe an Materialien und Produkten (passive als auch aktive) vorgestellt werden. Hierbei würden sowohl standardisierte wie auch spezielle Untersuchungsmethoden berücksichtigt. Im Ergebnis könnten dann sowohl die Effizienz als auch die Neigung zur Bildung von Nebenprodukten bewertet werden. Risiken und prinzipielle Vermeidungsstrategien sollen abschließend diskutiert und abgewogen werden.

Das Webinar ....

  • am 18.3.2014
  • von 15:00 bis 16:00 Uhr

... richtet sich an ...

  • Hersteller von Produkten, deren Oberflächen mit luftreinigenden Funktionen ausgestattet werden können, wie Farben, Textilien, Fußböden, Möbel, Dämmstoffe, Wände aus Holzwerkstoffen oder Gipskarton,
  • Firmen, die aktiv reinigende Techniken verwenden, z.B. für Lüftungsanlagen, Luftreiniger oder Klimaanlagen, sowie an ...
  •  Unternehmen, die Interesse an der Anwendung entsprechender Techniken haben, wie Bauunternehmen oder auf energetische Sanierungen spezialisierte Firmen.

siehe auch für zusätzliche Informationen: