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Vorsicht bei gebrauchten Kaminöfen: Bestandsschutz nur am ursprünglichen Standort


(8.1.2014) Wer sich, um seine Heizkosten zu senken, für einen gebrauchten Kaminofen interessiert, sollte unbedingt darauf achten, dass dieses Gerät auch die aktuellen Grenzwerte für Feinstaub und Kohlenstoffmonoxid (CO) einhält, die in der Ers­ten Bundes-Immissionsschutz-Verordnung (1.BImSchV) festge­schrieben sind. Der vermeintlich günstige Schnäppchen-Kauf, beispielsweise in einem Online-Auktionshaus, kann sonst teu­er werden. Denn während es für Altgeräte an sich noch Über­gangsregelungen gibt, die zum Teil bis ins Jahr 2024 reichen, erlöschen diese, sobald das Gerät seinen Besitzer wechselt und es zukünftig an einem anderen Standort betrieben wer­den soll.

Der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. rät daher, sich vom Vorbesitzer die Typprüfung vorlegen zu lassen oder gleich auf cert.hki-online.de zu recherchieren, ob das Gerät die Anforderungen erfüllt, die seit 2010 für häusliche Feuerstätten gelten.

Zur Erinnerung: Für bestehende Feuerungsanlagen gelten folgende Regelungen:

  • Wurde die Typprüfung 1975 oder früher durchgeführt, greift die Verordnung be­reits Ende kommenden Jahres. Falls der Ofen dann die neuen Emissionsgrenz­werte nicht einhält, droht ihm zum 1. Januar 2015 die Stilllegung.
  • Drei Jahre später schlägt dann für die Jahrgänge bis 1984 die Stunde der Wahr­heit.
  • Wiederum drei Jahre später folgen die Geräte mit Typprüfungen bis 1994.
  • Und 2024 schließlich dann all jene Öfen, die vom 1. Januar 1995 bis zum 21. März 2010 in Betrieb gegangen sind.

„Wer über den Kauf eines Kaminofens nachdenkt“, so HKI-Geschäftsführer Dipl.-Ing. Frank Kienle, „sollte sich am besten für ein Neugerät entscheiden. Die Verbrennungs­technik hat in den letzten Jahren bei der Effizienz große Fortschritte erzielt: Nicht nur das Emissionsverhalten, auch der Wirkungsgrad der Feuerstätten - und somit ihr Brennstoffverbrauch - haben sich deutlich verbessert. Und das hilft nicht nur dem Klima und der Umwelt. Es entlastet auch die Haushaltskasse!“

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