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Holz-Glas-Verbundsysteme ante portas

(9.12.2013) Die moderne Architektur fordert filigrane, ästhe­tische und wirtschaftliche Glaskonstruktionen. Geklebte Kon­struktionen sind deshalb auf dem Vormarsch und werden zu­nehmend auch bei kleineren Projekten eingesetzt. Holz-Glas-Verbundsysteme (HGV) sind eine weitere Anwendungsmög­lichkeit für innovative Fenster- und Fassadenhersteller. Die vom ift, VFF und RAL-Gütegemeinschaft veranstaltete Fach­tagung „Holz- und Holzmetallfenster“ informiert am 18./19. Februar 2014 in Salzburg über solche Systeme und gibt Pra­xistipps für Konstruktion, Fertigung und baurechtliche Nach­weise. Die Kooperationspartner Otto-Chemie und Uniglas so­wie ein Informationsmarkt mit Technologien innovativer Her­steller bieten einen idealen Bezug zur Praxis.

Moderne Glasfassaden und Fenstersysteme sollen architektonisch ansprechend sein, hohe solare Gewinne und gute Wärmedämmung bieten und zugleich gebrauchstauglich und wirtschaftlich sein. Die im Metallbereich schon lange verfügbaren Structural-Gla­zing-Konstruktionen sind nun auch mit Holz möglich. Wie auch bei Aluminiumfassaden handelt es sich um geklebte Einzelelemente, Die Tragkonstruktion wird statisch eigen­ständig bemessen. Es kann eine gute Wärmedämmung mit einem Ucw-Wert von 0,69 W/m²K erreicht werden, und die Holzkonstruktion ist durch das Glas witterungsge­schützt. Dennoch sind natürlich die Regeln des konstruktiven Holzschutzes und der Bauphysik zu beachten.

Auf der vom ift Rosenheim, VFF und der RAL-Gütegemeinschaft veranstalteten 8. Fachtagung „Holz- und Holzmetallfenster“ informieren renommierte Referenten aus Wissenschaft und Praxis über alle Aspekte, die für die Planung, Ausführung und Mon­tage von geklebten Fenster- und Fassadenkonstruktionen wichtig sind. Das Themen­spektrum umfasst die konstruktiven Grundlagen der Klebung, Verglasung und Holzpro­file, die sorgfältige Verarbeitung und Qualitätssicherung sowie Tipps für die notwen­digen baurechtlichen Nachweise.

Bereits Anfang 2000 wurden hierfür durch Forschungsarbeiten des ift Rosenheim die wissenschaftlichen Grundlagen gelegt. Viele weitere Projekte, aus denen auch die ift-Richtlinie VE 08/1 hervorging, sind Grundlage für eine Zustimmung im Einzelfall, die baurechtlich in Deutschland zurzeit noch notwendig ist.

Abgerundet wird das Programm durch Informationen zum neuen RAL-Montageleitfa­den, zum Vermarktungspotenzial sowie durch die Besichtigung der HGV-Fassade am Logistikzentrum der Otto-Chemie. Am zweiten Tag werden moderne Holz-Metallfens­ter-Systeme und deren Kombination mit geklebten Verglasungen vorgestellt.

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