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Tageslicht aus der Röhre und ohne solaren Wärmeeintrag

(5.12.2013) Solatube-Tageslichtsysteme transportieren große Mengen an Tageslicht durch hochreflektierende Röhren tief ins Gebäudeinnere, wo das Licht der Sonne durch eine Streuschei­be, den Diffusor, austritt. Anders als bei Dachflächenfenstern und Oberlichtern findet über diesen Lichttransport kein Wärme­eintrag statt, weshalb sich die Systeme gerade auch für ge­werbli­che und öffentliche Gebäude empfehlen.

Verantwortlich für diese Art des sommerlichen Wärmeschutzes, der erhebliche Kosten für Klimatisierungsmaßnahmen vermeiden kann, sind zwei Faktoren:

  • Zunächst reflektiert der „Lichtsammler“ - die Prismen­kuppel auf dem Dach - das steil einfallende und deshalb äußerst energiereiche Licht der mittäglichen Sommerson­ne, während er Licht, das in einem flacheren Winkel ein­fällt, in das System lenkt. (Dies sorgt zudem für eine gleichmäßige Helligkeit im Tagesverlauf.)
  • Und dann ist da noch der Multilayerfilm, der in der Röhre für den hohen Refle­xionsgrad verantwortlich ist und pro Spiegelung lediglich einen Verlust sichtba­ren Lichts von 0,3% zulässt. Diese aus mehreren hundert Schichten bestehende Material ist so aufgebaut, dass jede einzelne Schichte lediglich für die Reflexion des ihm zugewiesenen Lichtspektrums zuständig ist. Auf diese Weise kann der gesamte Bereich des sichtbaren Tageslichts eingebracht werden, während die unerwünschten Wellenbereiche an den äußeren Rändern des Spektrums von der Reflektorfolie „ignoriert“ werden.

So ermöglichen Solatube-Tageslichtsysteme taghelle Räume, die sich im Sommer nicht aufheizen - zumindest nicht durch das einfallende Licht.

Weitere Informationen zu Solatubes können per E-Mail an Interferenz angefordert werden.

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