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Leitfaden zur Planung von Gründächern als klimatische Ausgleichsflächen

(3.12.2013) Dachbegrünungen können das innerstädtische Klima nachhaltig verbes­sern, da die Begrünung Feinstaub und CO₂ bindet und filtert. Zudem nehmen Gründä­cher große Niederschlagsmengen auf, regulieren die Feuchte und tragen zum winter­lichem und sommerlichem Wärmeschutz des Gebäudes bei. Wissenschaftler des Fraun­hofer-Instituts für Bauphysik IBP in Stuttgart haben nun einen „Leitfaden zur Berech­nung von extensiv begrünten Dächern“ erarbeitet. Unterstützt wurden sie durch das BMVBS sowie das BBSR im Rahmen der Forschungsinitiative Zukunft Bau.


In die Versuchsfelder integriertes Substratkörbchen zur manuellen Wägung und Erfassung der Substratfeuchte. (Quelle: Fraunhofer IBP, Stuttgart)

Die Wissenschaftler entwickelten verschiedene produktspezifische Modelle, um Dach­begrünungen mit Hilfe hygrothermischer Simulationen berechnen und planen zu kön­nen. Diese Modelle erlauben sowohl die objektspezifische Quantifizierung des Wärme­schutzes als auch eine feuchtetechnisch sichere Planung der Unterkonstruktion. Für die Anwendung der Gründachmodelle erarbeiten die Forscher besagten Leitfaden, der Planern und Bauproduktherstellern künftig eine Grundlage zur Planung der Feuchtesi­cherheit von begrünten Dächern bieten soll.

Außerdem erarbeiteten die Fraunhofer-Forscher allgemeine Empfehlungen zur Ausfüh­rung von begrünten Leichtbaudächern für die Praxis. Auch für den Wärmeschutz im Sommer konnten die Wissenschaftler dabei Vorteile von Gründächern feststellen.

Für weitere Informationen siehe Forschungsbericht „Ermittlung von Materialeigen­schaften und effektiven Übergangsparametern von Dachbegrünungen zur zuverlässi­gen Simulation der hygrothermischen Verhältnisse in und unter Gründächern bei be­liebigen Nutzungen und unterschiedlichen Standorten“ - erhältlich bei Amazon, aber auch kostenlos downloadbar mit Infos zum Leitfaden ab Seite 49 (bzw. 51 nach PDF-Zählweise).

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