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Normen und Spezifikationen sollen schneller bereitgestellt werden

(9.9.2013) Das DIN Deutsches Institut für Normung e.V. will durch die wöchentliche Bereitstellung von Normen und Spezifikation die Geschwindigkeit des Normungsprozes­ses erhöhen. Durch die Nutzung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien sei es zusammen mit den Tochterunternehmen Beuth Verlag und DIN Software gelun­gen, die jeweiligen Dokumente zukünftig bis zu 51 Tagen früher bei gleichbleibender Qualität verfügbar machen zu können.

Eine Befragung hat laut DIN ergeben, dass sich Normenanwender eine Erarbeitungs­zeit bei Normen und Spezifikationen von 18-24 Monaten wünschen. Da aber eine Kür­zung der Erarbeitungszeit nicht auf Kosten der Konsensfindung, eine Grundregel des Normungsprozesses, gehen dürfe, sei zur Realisierung dieses Ziels nur die Optimierung der Prozessabläufe in Frage gekommen.

Gerade bei der Übernahme Europäischer und Internationaler Normen als nationale DIN-Normen ist Geschwindigkeit wichtig. In der Vergangenheit konnte es vorkommen, dass ein und dieselbe Europäische Norm zu unterschiedlichen Zeitpunkten in Großbritannien, Frankreich, Österreich und Deutschland erschien. Dadurch konnten deutschen Anwen­dern Nachteile entstehen, wenn z.B. einem Wettbewerber aus Großbritannien eine Eu­ropäische Norm früher zur Verfügung stand als dem deutschen Anwender.

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