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„Blue Planet“: Spektakuläre Unterwasserwelten in spektakulärer Aluminiumhülle

(19.8.2013) Aus der Luft wirkt es wie ein überdimensionales Windrad oder ein gigan­tischer Wasserstrudel: Nordeuropas größtes und modernstes Aquarium „Blue Planet“ auf der Insel Amager in Kopenhagen (siehe Google-Maps).

Direkt an der Küste des Øresund in der Nähe des Kopenhagener Flughafens Kastrup gelegen – gute Gelegenheit also für Fluggäste, das eindrucksvolle Gebäude von oben zu sehen. Die Wirbelform des Gebäudes setzt sich fort in den umgebenden Pools, Ter­rassen und dem sich anschließenden Meer.

In ihrem Projektentwurf ließen sich die dänischen Architekten von 3xn - Arkitekter von Meeresströmungen und Fischschwärmen inspirieren und bezeichnen das Aquarium daher auch als „Whirlpool“. Grund für die Architektenausschreibung war der schlechte bauliche Zustand des traditionsreichen Dänischen Aquariums in Charlottenlund, das 1939 eröffnet worden war und mittlerweile seine Kapazitätsgrenze erreicht hatte. Das neue Aquarium sollte auf rund 10.000 m² Ausstellungsfläche mit modernsten techni­schen Standards den Anforderungen an ein globales Meeres-Erlebniszentrum entspre­chen.

Bei der Wahl der Fassadenbekleidung legten die Architekten großen Wert auf wertbe­ständige Materialien. Die Entscheidung fiel für Novelis Farbaluminium mit der seewas­ser- und korrosionsbeständigen Legierung C4S, die sich seit Jahrzehnten in allen Kli­mazonen weltweit etabliert hat. Die 1,2 mm dicken Bleche im Naturton wurden mit einem abwitternden, matten Klarlack mit 3 µ Schichtdicke vorlackiert. Die Klarlack­schicht dient als Oberflächenschutz gegen Fingerabdrücke während der Montage und des Transportes und ermöglicht ein problemloses Verformen und Montieren der Elemente.

Design und Funktionalität

Im Gegensatz zu einigen anderen Metallen gibt es beim beschichteten Aluminium keine Schwermetallabwaschungen. So kann das Regenwasser auf den Dachflächen aufge­fangen und in die Aquarien geleitet werden.

Mit der Montage der ca. 40.000 Aluminiumrauten - alle in gleicher Form und Größe - für die Fassadenkonstruktion wurde die dänische Firma Kai Andersen A/S beauftragt. Die komplette Fassade wurde mit über 27.000 m² bandlackierten Aluminiumblechen bekleidet, die auf eine ausschließlich aus Hut-Profilen bestehenden Unterkonstruktion montiert wurden. Befestigt wurden die Aluminiumrauten mit über 200.000 unsichtbar befestigten Edelstahl-Clips. Fassaden und Dachflächen bilden eine fließende Form und ihre Bekleidung unterstreichen den wellen- und wirbelförmigen Charakter des Ge­bäudes.

Unterwasserwelten rund um den Globus

Das wirbelförmige Design des Gebäudes setzt sich auch im In­neren fort. Von einer zentralen Halle mit einem kreisförmigen Wasserbecken aus sind die verschiedenen Bereiche und Räume ebenfalls wirbelförmig angeordnet. Wände und Decken gehen dabei fließend ineinander über. Das gläserne Dach über dem Foyer ist gleichzeitig das Dach eines Pools. Durch das Pool­wasser hat man freien Blick in den Himmel - faszinierend mit dem sich reflektierenden Tageslicht.

Die Ausläufer des „Strudels“ führen durch verschiedene Welten und präsentieren atemberaubende Unterwasserperspektiven aller Kontinente. Besucher erhalten hier Einblicke in die nord­atlantische Meereswelt der Färöer-Inseln, in das maritime Leben des Pazifiks, den Amazonas und in Afrikas Binnenseen. In einem tropischen Ozeanarium leben Haie, auch Korallenriffe sind zu bestaunen.

„Wir wollten ein Gesamterlebnis gestalten, bei dem sich der Besucher wie bei einem Strudel in die Welt des Meeres gesogen fühlt“, so der Architekt Kim Herforth Nielsen. „Beim Design der Innenräume wollten wir dieses abenteuerliche Gefühl, das man beim Beobachten der Fische hat, als eine Art Ganzkörpererfahrung inszenieren; das Ge­bäude ist wie ein Mahlstrom, der in die Tiefe zieht.“

Nach seiner Eröffnung im März 2013 ist der Blaue Planet eine der größten Touristen­attraktionen Dänemarks. Rund 700.000 Besucher werden pro Jahr erwartet.

Weitere Informationen zu Farbaluminium (ggfls. auch mit der seewasser- und kor­rosionsbeständigen Legierung C4S) können per E-Mail an Novelis angefordert werden.

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