Redaktion  || < älter 2013/1488 jünger > >>|  

A-Marken bevorzugt bei Dämm- und Rohbaustoffen

(15.8.2013) Oft zeigt sich bei Architekten, dass sie nicht notwendigerweise bevorzugt mit den Marktführern zusammenarbeiten. Für Dämmstoffe und andere Rohbaustoffe, wie Glass, Ziegel, Beton oder Dachbaustoffe bevorzugen Architekten dann aber wohl doch A-Marken - so lautet eines der Ergebnisse des Europäischen Architekten-Baro­meters vom 1. Quartal 2013, einer vierteljährlichen Befragung unter 1.600 Architekten in 8 europäischen Ländern.

Auch wenn die Architekten in Europa nicht sehr markenorientiert sein sollen, so haben sie doch Marken, mit denen sie bevorzugt arbeiten. Besonders wenn es um Dämmstof­fe (Isover, Rockwool und Kingspan sind hier unter den präferierten Marken in den ver­schiedenen Ländern), Produkte für das Badezimmer (Grohe, Ideal Standard, Roca), Aufzüge und Fahrtreppen (Kone, Otis, Schindler wurden hier genannt) geht. In fast allen 8 Ländern war der größte Teil der Architekten in der Lage, eine bevorzugte Mar­ke in diesen Kategorien zu benennen.

Wenn man die Architekten fragt, bei welchen Produktgruppen sie üblicherweise mit A-Marken arbeiten, sind die Architekten der 8 Länder sich bei 2 Produktgruppen einig: Rohbaumaterialien und Dämmstoffe. Nur in den Niederlanden und Großbritannien zeigen sie eine etwas geringere Vorliebe für A-Marken, wenn es um Rohbaustoffe geht und in Polen, wenn es um Dämmstoffe geht:


Produktgruppen, bei denen Architekten üblicherweise A-Marken verwenden (Tabelle vergrößern)

Abgesehen von den Gemeinsamkeiten können auch Unterschiede in den untersuchten Ländern erkannt werden. Zum Beispiel schenken die niederländischen Architekten der Markenauswahl eine höhere Aufmerksamkeit, wenn es um Produkte für den Ausbau, um Aufzüge und Fahrtreppen oder automatische Türen geht. Auch 43% der polnischen Architekten gaben an A-Marken für Ausbau-Produkte zu verwenden, während mehr als 50% der belgischen Architekten üblicherweise mit Top-Marken im Bereich Sanitär, Hei­zung, Klima arbeiten.

Insgesamt betrachtet kann man festhalten, dass die Architekten in Belgien, den Nie­derlanden und Spanien häufiger A-Marken einsetzen. Die Befragten aus diesen 3 Län­dern gaben durchschnittlich 1,8, 1,5 und 1,4 Produktkategorien an, für die sie Marken einsetzen, die in ihrem Segment führend sind. Am anderen Ende der Skala finden sich die britischen Architekten, denn die Mehrheit von ihnen arbeitet laut Europäischem Ar­chitekten-Barometer nur in einer Produktkategorie mit einer A-Marke.

Die Befragung der Architekten zeigt auch, dass sie häufig Marken ausprobieren, die nicht notwendigerweise die Marktführer sind. Die niedrige Präferenz für eine bestimm­te Marke in den meisten Produktkategorien bietet Chancen für kleinere Marken, sich zu präsentieren und für die Aufmerksamkeit der Architekten zu kämpfen.

siehe auch für zusätzliche Informationen: