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480.000 Bäder wurden 2012 saniert ... und die Möbelindustrie möchte mitmischen

(24.7.2013) Die Designer haben das Badezimmer entdeckt und aus dem einstigen Waschraum eine Wohlfühloase gemacht: Wasserstrahlen sprühen aus propellerartigen Duschköpfen oder als sanfter Regenschauer aus großen Tellerbrausen. Die Möbel sind eleganter denn je und die zentrale Deckenleuchte ist abgelöst durch indirekte Licht­vielfalt. Der Fußboden ist barfuß angenehm warm und der kleine, im Spiegel eingebau­te TV-Monitor informiert mit bewegten Bildern. Das neue Bad des 21. Jahrhunderts ist erfunden, doch haben es noch lang nicht alle Deutschen auch im eigenen Zuhause.

2012 sollen in Deutschland rund 480.000 Bäder saniert worden sein - damit etwa je­des hundertste Bad aller rund 40 Millionen Haushalte. Bei der Badsanierung geht es im wesentlichen um besseres Design und besseren Komfort. „Nur die Auffrischung des sichtbaren Designs ist heutzutage zu wenig. Es geht den Menschen auch immer um besseren Komfort“, bestätigt Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des Verban­des der Deutschen Möbelindustrie, und ergänzt: „Das Badezimmer wird immer schö­ner und exklusiver und ist zur privaten Wohlfühloase geworden. Es hat daher bei der Planung und Finanzierung einen gleichberechtigten Stellenwert; genauso wie Küche und Wohn­zimmer“.

In puncto Sanierung und Renovierung und erst recht im Neubau denken die Deutschen langfristig. Ein neues Bad ist eine hohe Investition und soll schon ein paar Jahre hal­ten. Sicher kann man kleine Schönheitsreparaturen im Laufe der Zeit mal durchführen, aber die Grundausstattung, von der Anordnung mitsamt den elektrischen Anschlüssen über Abtrennungen bis hin zu den eigentlichen sanitären Installationen, müssen die Zeit in gutem Zustand überdauern. Daher geht schickes Design Hand in Hand mit gu­tem Komfort.

Waschbecken, Wanne, Kloschüssel und Co. werden dabei immer häufiger „altersge­recht“ ausgesucht. „Die Deutschen werden immer älter und wollen möglichst lange in ihren eigenen Wohnungen leben. Möbel und Einrichtungsgegenstände müssen sich da­her den neuen Ansprüchen an Gebrauchstauglichkeit und Komfort auch für die älter werdende Generation anpassen“, weiß Klaas und fügt hinzu: „Die vorausschauende Planung eines neuen Badezimmers ist nicht nur sinnvoll, sondern am Ende auch wirt­schaftlich. Wer heute in eine barrierefreie Gestaltung investiert, kann sein Bad auch in zwanzig Jahren noch mühelos benutzen“.

  • Eine bodentief eingebaute Dusche,
  • möglichst mit fest installierter Sitzmöglichkeit an der Wand,
  • ein unterfahrbares Waschbecken oder
  • einfach genug Platz neben der Toilette

... sind allesamt Dinge, die heute locker realisiert werden können.

Moderne Badmöbel bieten ordentlich viel Stauraum, den kleine und große Menschen unproblematisch erreichen, haben wie in der Küche innen beleuchtete Schubladen, sind pflegeleicht in der Oberfläche, bieten mehr als genug Ablagefläche für Rasier­schaum und Kosmetik und bestechen durch individuelle Formensprache und Materia­lität. Die Vielfalt im Badmöbelangebot war noch nie so groß wie heute. Ähnlich wie die Küche ist das Bad ein Ort täglicher Routinen und täglicher Kommunikation. Was liegt da näher, als hier einen großzügigen Raum mit Wohlfühlatmosphäre zu schaffen?

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