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Integrales C³-Regelungssystem verbindet zentrale und dezentrale Raumlufttechnik

(8.5.2013; ISH 2013-Bericht) Mit ganzheitlichen, herstellerübergreifenden Systemlö­sungen zur behaglichen und energieeffizienten Klimatisierung von Nichtwohngebäuden präsentierte sich die Firmenkooperation AL-KO Emco Klimasysteme auf der ISH 2013 in Frankfurt. Im Rahmen der partnerschaftlichen Zusammenarbeit wurde das integra­le Regelungssystem C³ - Complete Climate Control entwickelt, welches das Zu­sammenspiel von zentraler Belüftung mit dezentraler Heiz- und Kühllastabfuhr im Raum bedarfsgerecht steuert. Die optimale Abstimmung der Leistungsanforderung an die un­terschiedlichen Systemkomponenten durch die übergeordnete Regelung verspricht ein behagliches Raumklima in sämtlichen Nutzungszonen sowie ein hohes Maß an Energie­effizienz sowie daraus resultierende niedrige Betriebskosten. Gleichzeitig soll das auf­wändig im eigenen Labor unter Realbedingungen getestete Regelungssystem die Pla­nung und Umsetzung ganzheitlicher lüftungs- und klimatechnischer Konzepte wesent­lich vereinfachen.

Funktionsgarantie der Kooperationspartner

So lassen die überwiegend standardisierten und herstellerseitig vorprogrammierten Softwarefunktionen im Vergleich zu externen Lösungen eine deutliche Zeitersparnis bei der Installation und Inbetriebnahme erwarten. Zusätzlich gewährleisten die Koo­perationspartner eine Funktionsgarantie für das Gesamtsystem, das aus der zentra­len und dezentralen Luft- und Raumklimatechnik sowie der integralen Regelung be­steht. Die Verbindung zu einer übergeordneten Gebäudeleittechnik kann über ver­schiedene Feldbusstandards und Netzwerkprotokolle - etwa BACnet, EIB/KNX, Pro­fibus oder Modbus - hergestellt werden.

Das Regelungssystem führt alle zur Bedarfslüftung und Raumklimatisierung benötigten Steuerkomponenten hard- und softwareseitig zusammen. Zielsetzung ist ein abge­stimmter, effizienter Systembetrieb, um eine gegenseitige Leistungsreduzierung der einzelnen lüftungs- und klimatechnischen Geräte wirksam zu verhindern. Gleichzeitig soll immer das jeweilige Einzelsystem vorrangig angesteuert werden, das zum gege­benen Zeitpunkt aus energetischen Gesichtspunkten am sinnvollsten arbeitet. Hierfür erfolgt ein kontinuierlicher Abgleich der relevanten Klimaparameter - etwa der Außen- und der Innentemperaturen, der Luftfeuchte oder der CO₂-Konzentration im Raum - mit den jeweiligen Sollvorgaben. Ausschlaggebendes Kriterium für die Systemregelung ist dabei stets das gewünschte Raumklima in der jeweiligen Nutzungszone.

In der Software sind zudem Szenarien hinterlegt, anhand deren die Regelung ent­scheidet, auf welche Weise ein energieeffizientes Zusammenspiel der Systemkompo­nenten erfolgt.

  • Kann beispielsweise die Außenluft aufgrund ihrer aktuellen Temperatur zur Küh­lung verwendet werden, wird in den entsprechenden Nutzungszonen zunächst die Primärluftmenge erhöht. Danach findet bei Bedarf erst die gezielte Zuschal­tung weiterer Komponenten im Raum statt – zum Beispiel einer Kühldecke und Sekundärluftgeräten.
  • Bei hohen Außenlufttemperaturen greift das Regelungssystem hingegen zur Ab­fuhr der thermischen Grundlast aus energetischen Gründen vorrangig - wenn vorhanden - auf die Kühldecke zurück, schaltet bei höherem Kühlbedarf die Se­kundärluftgeräte hinzu und erhöht erst zum Schluss gegebenenfalls auch den Primärluftvolumenstrom.

Damit nicht gleichzeitig geheizt und gekühlt wird ...

Ein anderes Szenario beinhaltet die Vorgaben für die besonders energieeffiziente na­türliche Nachtauskühlung. Auch in diesem Fall ist eine abgestimmte Kommunikation zwischen zentraler Lüftungstechnik und dezentralen Komponenten unerlässlich, da die Raumtemperatur zeitweilig auch unter die vorgegebenen Sollwerte fallen könnte. Die Regelung sorgt dann für den notwendigen Informationsaustausch und stellt damit sicher, dass die Systemkomponenten in der jeweiligen Nutzungszone nicht zeitgleich in den Heizbetrieb übergehen.

Darüber hinaus ist das integrale Regelungssystem ebenfalls für ein energieeffizientes Kanaldruckmanagement verantwortlich. Dabei wird die zentrale Lüftungsanlage so weit heruntergefahren, bis die Druckverluste an den Volumenstromreglern minimal sind und gleichzeitig eine bedarfsgerechte Belüftung aller Nutzungszonen sichergestellt ist.

Weitere Informationen zum Regelungssystem C³ - Complete Climate Control können per E-Mail an AL-KO Emco Klimasysteme, per E-Mail an Emco und per E-Mail an AL-KO angefordert werden.

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