Redaktion  || < älter 2013/0817 jünger > >>|  

FM-Excellence - Ergebnisse der GEFMA-Umfrage zum Qualitäts- und Zertifizierungsprogramm

(5.5.2013) Einen Kompetenznachweis des Facility-Management-Dienstleisters - das wünscht sich jeder zweite Kunde in der aktuellen, nicht-repräsentativen Umfrage zum Qualitäts- und Zertifizierungsprogramm FM-Excellence. GEFMA Deutscher Verband für Facility Management hat dazu Kunden, Anbieter und Berater des Facility Manage­ments (FM) befragt.

Auch über die Hälfte der beteiligten Dienstleister sieht einen Bedarf an entsprechen­den Zertifikaten. Im Rahmen dieses GEFMA-Programms lassen immer mehr FM-Dienst­leister ihre Kompetenzen durch neutrale Dritte prüfen und beglaubigen. Allerdings gibt es zu FM-Excellence offensichtlich auch noch großen Informationsbedarf.

Als Konsequenz widmet sich nun der Arbeitskreis „FM-Excellence 2.0“ des Verbandes der Aufgabe, die Vorteile und den Nutzen des 2006 ins Leben gerufenen Programms bei den Auftraggebern und -nehmern von FM-Dienstleistungen noch stärker bekannt zu machen. Dazu sollen die Ergebnisse und Schlussfolgerungen der aktuellen Erhebung mit einer zweiten Marktbefragung unter FM-Kunden verifiziert und spezifiziert werden. „Mit dem Projekt FM-Excellence 2.0 schaffen wir die Voraussetzung dafür, dass noch mehr Kunden der FM-Unternehmen die Zertifikate als zuverlässige Orientierungs- und Entscheidungshilfe nutzen können“, erklärt der stellvertretende GEFMA-Vorsitzende Wilfried Schmahl.

FM-Excellence: Rechtskonformität und Risikominderung

Bisher war der Mehrheit der befragten Auftraggeber nicht bewusst, dass sie über FM-Excellence für unterschiedlich komplexe FM-Dienstleistungen aufeinander aufbau­ende Befähigungsnachweise beim Anbieter abfragen können. Und obwohl die Betrei­berpflicht immer bei den Auftraggebern verbleibt, nahmen viele von ihnen dieses Qua­litätspro­gramm noch nicht als Orientierungshilfe wahr für die Auswahl des „richtigen“ FM-Dienstleisters, der fachlich qualifiziert ist für eine Risiko- und Verantwortungsüber­tragung.

Dabei reicht das Zertifizierungsmodell von FM-Excellence von der Rechtskonformität in der Vergabe und Abwicklung von FM-Projekten bis zur Verantwortungsübernahme und Risikoübertragung bei kompletten FM-System-Dienstleistungen (ipv®, Integrale Prozess Verantwortung im FM). Im Einzelnen gehören dazu ...

  • die Nachweise über die Erfüllung der gesetzlichen Mindestanforderungen (Richt­linie GEFMA 710 zur Rechtssicherheit) sowie
  • der FM-spezifischen Managementkompetenz (GEFMA 720) und
  • die ipv®-Zertifizierung.

Das ipv®-Zertifikat bestätigt, dass das betreffende FM-Unternehmen als System-Dienstleister in der Lage ist, die Integrale Prozess-Verantwortung (GEFMA 730) zu übernehmen, also die Gesamtverantwortung für das Erreichen der vereinbarten Ergeb­nisse. Dieses Zertifikat schließt GEFMA 710 und 720 ein. Der Zusammenhang zwischen den über das Programm vergebenen Zertifikaten und den FM-Leistungen sowie den er­forderlichen Kompetenzen ist bisher jedoch noch unzureichend bekannt.

Das GEFMA-Richtlinienwerk bewerten zwar alle Umfrageteilnehmer als qualitativ sehr hochwertig und wichtig. „Die Bekanntheit der FM-Excellence-Richtlinien können wir jedoch noch weiter steigern“, erklärt Schmahl. „Wenn die FM-Kunden den Nutzen der entsprechenden Zertifikate als Orientierungshilfe bei der Wahrnehmung der Betreiber­pflichten erkennen, werden sie FM-Excellence auch in dem Maße in Anspruch nehmen, wie es möglich und sinnvoll ist.“

siehe auch für zusätzliche Informationen: