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Fünf Finalisten beim Preis der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur/Mies-van-der-Rohe-Preis 2013

(10.2.2013; upgedatet am 2.5.2013: Harpa gewinnt den Mies-van-der-Rohe-Preis 2013) Die Europäische Kommis­sion und die Stiftung Mies van der Rohe haben die fünf Fina­listen bekanntgegeben, die um den Preis der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur / Mies-van-der-Rohe-Preis 2013 konkurrieren.

Insgesamt 335 Werke in den 37 Teilnehmerländern des EU-Programms „Kultur“ waren für die Auszeichnung nominiert. Eine Jury von Fachleuten erstellte die endgültige Aus­wahlliste. Die Gewinner des Preises und des Sonderpreises für junge Architektinnen und Architekten werden im Mai bekanntgegeben. Die Preisverleihung findet am 6. Juni im Mies-van-der-Rohe-Pavillon in Barcelona statt.

Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, sagte bei der Präsentation der Finalisten:  „Die europäische Architektur ist besonders reich an Talenten und ein leuchtendes Beispiel für unsere dynamische Kultur- und Kreativwirtschaft. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass die Architekturbranche infolge der Wirtschaftskrise vor großen Herausforderungen steht. Die Europäische Kommission und die Stiftung Mies van der Rohe unterstützen diesen Sektor, der nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Wirtschaft und zur Schaffung von Arbeitsplätzen leistet, son­dern auch ein hohes kreatives Potenzial birgt und den Zusammenhalt in unserer Ge­sellschaft stärkt. Wir werden die Architektur auch weiter fördern - durch diesen Preis und im Rahmen des künftigen Programms 'Kreatives Europa'.“

Die fünf Finalistenteams

Rathaus, Gent, Belgien
Robbrecht en Daem architecten, Marie-José Van Hee architecten:


Foto: Petra Decouttere (Bild vergrößern)

  
Superkilen (interkultureller Stadtpark), Kopenhagen, Dänemark

BIG Bjarke Ingels Group, Topotek1, Superflex:


Foto: Superflex (Bild vergrößern)

  
Harpa – Konzerthalle und Konferenzzentrum Reykjavik, Reykjavik, Island

Batteríid Architekten, Henning Larsen Architekten, Studio Olafur Eliasson:


Foto: Nic Lehoux (Bild vergrößern)

  
Seniorenheim, Alcácer do Sal, Portugal

Aires Mateus Arquitectos
(siehe auch Beitrag "Brick Award 2012 ist entschieden" vom 6.5.2012 mit einem Video):


Foto: FG+SG (Bild vergrößern)

  
Metropol Parasol (Kultur- und Geschäftszentrum), Sevilla, Spanien

J. Mayer H.
(siehe auch Beitrag "Filigraner Holzbau mit hitzebeständigem Klebstoff" vom 7.1.2010):


Foto: David Frank (Bild vergrößern)

  
Preis der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur / Mies-van-der-Rohe-Preis

Die Architekturbranche ist das Herzstück des dynamischen Kultur- und Kreativsektors Europas. Mehr als eine halbe Million Menschen sind direkt in dieser Branche beschäf­tigt, weitere 12 Millionen im Baugewerbe. Die Kultur- und Kreativbranche trägt insge­samt bis zu 4,5% zum BIP der EU bei.

Der Preis der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur / Mies-van-der-Ro­he-Preis wurde 1987 ins Leben gerufen und wird gemeinsam vom EU-Programm „Kul­tur“ und der Stiftung Mies van der Rohe finanziert. Mit 60.000 Euro dotiert ist er der renommierteste europäische Architekturpreis. Er wird alle zwei Jahre an ein Projekt verliehen, das in den zwei Jahren zuvor fertiggestellt wurde. Die diesjährige Verlei­hung ist bereits die dreizehnte.

Nominiert werden die Projekte von unabhängigen Fachleuten aus ganz Europa, den Mitgliedsverbänden des Rates der europäischen Architekten (ACE), nationalen Archi­tektenverbänden sowie den Mitgliedern des Beirats für den Preis.

Der Preis ist nach Ludwig Mies van der Rohe benannt, der als einer der Vorreiter mo­derner Architektur im 20. Jahrhundert gilt. Zu seinen berühmtesten Werken gehören der deutsche Pavillon auf der Weltausstellung von Barcelona (1929), die Villa Tugend­hat in Brno (Tschechien), das Seagram-Gebäude in New York und die Nationalgalerie in Berlin.

siehe auch für zusätzliche Informationen: