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Neues Passivhaus-Hybrid-Fenster vereint viele Schutzfunktionen

(31.1.2011; BAU-Bericht) Das Jahr 2010 war von auffällig vielen Sturmtiefs, extrem heißen Tagen und Tornados gekennzeichnet. Dass diese Wetterextreme weiter zunehmen werden, darin sind sich die Klimawissenschaftler einig. Darauf muss sich auch die Baubranche einstellen. Mit dem Passivhaus-Hybrid-Fenster "Alterna Vallo" zeigte beispielsweise Variotec auf der Bau 2011 in München eine entsprechende Lösung. Bereits der lateinische Name "Alterna Vallo" verrät, was in dem Fenstersystem steckt - "wechselnde Schutzfunktionen". Die Entwickler integrierten nicht nur Eigenschaften wie Wärme-, Schall- und Schlagregenschutz, sondern packten die Komponenten für den Einbruchschutz, die Verschattung und Lichtlenkung sowie den Nutzerkomfort mit hinein.

Das mit UW-Werten ab 0,60 W/m²K ausgestattete Fenstersystem eignet sich für den Einsatz in Passivhäusern. "Alterna Vallo" gibt es in vier Varianten - vom einfachen Massivholzrahmen über eine PUR-gedämmte Ausführung bis hin zur integrierten Aluminiumvorsatzschale. Dabei können Kunden zwischen den Holzarten Kiefer, Fichte, Lärche, Mjoueranti und Eiche oder Wohnholzarten auf der Innenseite wählen.

Die Wärmedämmung der Scheibe stellt eine Zweifach-Isolierverglasung mit einer zusätzlichen beschichteten Einfachscheibe sicher. Sobald irgendwann einmal hochwärmedämmende Vakuum-Isoliergläser zur Verfügung stehen, können diese ebenfalls in den Rahmen eingebaut werden. Dafür ist die Konstruktion bereits vorbereitet.

Als Besonderheit versteht sich die zwischen Isolierglasebene und Einfachscheibe positionierte Jalousie. Selbst bei extremen Stürmen, Starkregen oder Schneetreiben kann die Verschattung geschlossen bleiben und wird nicht wie bei einer außen liegenden Jalousie von "Windwächtern" nach oben gefahren. Mit solch einem Fenstersystem vermeiden Planer zudem Wärmebrücken im Sturzbereich, da kein Rollladenkasten den Wärmeschutz schmälert. Zudem lässt sich selbst bei geschlossener Verschattung "Alterna Vallo" noch als Panik- und Fluchttür nutzen - bei außen liegender Verschattung undenkbar.

Durch die leicht zu öffnende Innenscheibe lässt sich die Jalousie leicht reinigen, was wiederum Wartungskosten spart. Im Sommer hilft die Verschattung zudem bei der Kühlung des Gebäudes mit, im Winter kann sie hingegen viel Sonnenenergie ins Haus lassen.

Ob als Hebeschiebetür, als Vertikalschiebefenster oder als normales Kippfenster, auch in Sachen Design wollen die Neumarkter Entwickler dem Architekten viele Freiheiten lassen:

  • Die maximale Bauhöhe beträgt 4200 mm.
  • Die Einbautiefe variiert zwischen 110 und 126 mm.
  • In der Breite können die Fensterelemente beliebig miteinander gekoppelt werden.
  • Die Jalousien in Fensterfassaden lassen sich über ein Bussystem einzeln ansteuern.

Die nach DIN EN 14351-1:2006 getestete Konstruktion erreicht laut Variotec auf dem Prüfstand Bestwerte: Schlagregendichtheit in den Klassen E900 und 7B, die Windlastklasse 5 (2000) sowie C, die Dauerfunktion bei 20.000 Prüfzyklen in der Klasse 3 oder Schallschutzwerte von RW = 34 dB - 46 dB. Bei der Suche nach dem bauphysikalisch optimalen Einbauort für das neue Fenstersystem hilft der Variotec-Planungs- und Einbauatlas "In Isothermen Veritas" weiter.

Weitere Informationen zum "Alterna Vallo" sowie dem Planungs- und Einbauatlas "In Isothermen Veritas" können per E-Mail an Variotec angefordert werden.

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