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Braas Studie: Mehrheit der Sanierungswilligen will in Energieeffizienz investieren

(27.11.2010) Der Klimawandel ist in aller Munde, doch bei der Diskussion um erneuerbare Energien und Atomkraft gerät oft in Vergessenheit, dass sich durch konsequente Effizienzmaßnahmen bei Energieerzeugung und -verbrauch ebenfalls wesentliche CO₂-Einsparpotenziale realisieren lassen. Zum Beispiel bei den 18 Millionen Wohngebäuden in Deutschland. Allein mit der energetischen Sanierung des Daches durch Dämmung und Solarsysteme lässt sich schon kräftig sparen - CO₂ und Geld. Eine aktuelle repräsentative Umfrage durch TNS Infratest im Auftrag von Braas unter deutschen Hauseigentümern und Personen, die die Anschaffung einer Immobilie mit geneigtem Dach planen, belegt zudem, dass die Energiepolitik der Bundesregierung für Neubau und Sanierung von Gebäuden allmählich Wirkung zeigt.

Laut Studie hat jeder Zweite der Befragten, die in den letzten vier Jahren das Dach ihres Eigenheims saniert haben, dieses komplett neu eingedeckt. 43 Prozent haben Solarwärmesystem installiert und weitere 31 Prozent eine Aufdachdämmung, um den neuen Auflagen zu entsprechen. 11 Prozent haben lediglich Dachpfannen oder Dachteile ausgetauscht. Insgesamt nennen 55 Prozent der Befragten gestiegene Energiekosten als Grund für die Sanierung, 44 Prozent wollen unabhängiger von Energielieferanten sein.

Positiver Trend zur energetischen Sanierung hält an

Es sind bundesweit 13 Prozent aller Befragten, die in den kommenden vier Jahren eine Dachsanierung planen, in den neuen Bundesländern sind es sogar 23 Prozent. Dabei auch in Energieeffizienz zu investieren, ist für 53 Prozent der Befragten, die eine Sanierung grundsätzlich in Erwägung ziehen, beschlossene Sache. Die Bereitschaft für eine solche Investition steigt jedoch erheblich, je schneller sich der Aufwand bezahlt macht. So würden 68 Prozent ihr Dach energetisch sanieren, wenn sie mit einer Amortisation innerhalb von fünf bis zehn Jahren rechnen könnten, 66 Prozent, wenn sie Fördergelder erhalten. "Es ist durchaus realistisch - und das ist im Übrigen einem Großteil der Befragten nicht bewusst -, dass sich die Sanierungskosten in fünf bis zehn Jahren voll amortisieren", erklärt Dr. Rudolf Rauss, Vorsitzender der Geschäftsleitung bei der Monier Braas GmbH. "Gute Voraussetzungen also, dass der Trend zur energetischen Sanierung sich verstetigt." Das im September verabschiedete Sparpaket der Bundesregierung sehe zwar eine Begrenzung der Fördermittel für die CO₂-Gebäudesanierung vor, die Chancen stünden jedoch nicht schlecht, dass die Fördertöpfe der KfW nicht, wie Experten derzeit annehmen, schon in der ersten Jahreshälfte 2011 ausgeschöpft sind. Diese könnten möglicherweise aus dem im Zuge des Energiekonzepts der Bundesregierung geplanten Sondervermögen "Energie- und Klimafonds", gespeist durch die Brennelementesteuer, wieder aufgefüllt werden - siehe auch Beiträge "Rücknahme der Mittelkürzungen beim CO₂-Gebäudesanierungsprogramm abgelehnt" vom 10.11.2010 und "BMVBS-Haushalt: 1,1 Milliarden Euro weniger für Verkehr und Bau" vom 23.11.2010

Nicht nur KfW – 1.800 bundesweite Fördermöglichkeiten

Wie hoch auch immer die Fördermittel des Bundes in Zukunft ausfallen - die Förderprogramme für energetische Sanierung der Bundesländer und Kommunen bleiben bestehen. Das sind bundesweit rund 1.800 Möglichkeiten für private Bauherren, sich finanzielle Unterstützung für ihre energiegerechte Dachsanierung zu sichern. Deshalb hat Braas seinen Förderfuchs-Service verlängert, über den Dachhandwerker und Händler auch zukünftig ihren Kunden kostenlos unterschriftsfertige Fördermittelanträge erstellen können. Die optimale Zusammenstellung der jeweilig relevanten Programme und damit die höchstmögliche Förderhöhe ist dabei garantiert – denn weniger kompliziert wird die Nutzung der verschiedenen Fördermöglichkeiten sicher nicht.

Zur Studie

Die empirischen Daten wurden im Rahmen der telefonischen Mehrthemenbefragung am 2. und 3. August von TNS Infratest erhoben. Es wurden 481 Netto-Interviews in der Zielgruppe Eigentümer oder Anschaffungsplaner von Immobilien mit geneigtem Dach im Alter ab 18 Jahren geführt. Die Stichprobe sei repräsentativ für die bundesdeutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

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