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Tore und Brandschutzabschlüsse zur bauseitigen Beplankung

(19.11.2010) Bauelemente lassen sich in die Flächengestaltung auf zweierlei Weise einbinden: Durch Taktung und Farbgebung werden sie zu Gestaltungselementen sui generis*) und heben sich aus ihrem Kontext ab. Oder sie fügen sich möglichst nahtlos in die Fläche ein und werden sozusagen unsichtbar. Für die Fassadengestaltung existieren hier unterschiedliche Torlösungen. Auch über Feuerschutztüren hinweg lassen sich Innenflächen durchgehend gestalten.

Schwing- und Kipptore nahtlos integrieren

Tore für den Wohn- und Geschossbau lassen sich am besten optisch integrieren, indem sie bauseitig mit dem gleichen Material wie die umgebende Fassade beplankt werden. Um dies produkttechnisch zu lösen, ist es zunächst unerheblich, ob es sich bei der Beplankung um Holz, Aluminium-Blech oder gar Stein handelt. Maßgeblich ist das auf das Torblatt zusätzlich aufgebrachte Gewicht, das sowohl im Falle von Schwingtoren als auch von Sektionaltoren durch die Zug- und Torsionsfeder- oder Gegengewichtsmechanismen ausgeglichen werden muss.

Bauseitig beplanken lassen sich prinzipiell alle gängigen Tortypen: Beispielsweise bei Hörmann Berry-Schwingtoren sowie dem Kipptor ET 500, das vornehmlich für Sammelgaragen zum Einsatz kommt, gelingt eine bauseitige Beplankung auch flexibel vor Ort. Das Hörmann ET 500 eignet sich hierfür allerdings besonders gut, da das Torgewicht nicht über Zugfedern, sondern über Gegengewichte ausgeglichen wird, welche sich im Zuge der Montage an das tatsächlich aufgebrachte Gewicht anpassen lassen. Die robuste Torkonstruktion aus einem geschweißten Stahlrahmen erlaubt es zudem, bis zu sechs Meter breite Tore zu beplanken und in seinen kleinsten Ausführungen sogar mit bis zu 32 Kilogramm Gewicht pro Quadratmeter zu belasten. Das gilt auch für das im Sommer von Hörmann vorgestellte Sammelgaragen-Schiebetor ST 500, das an mit Hilfe einer deckenhängenden Führungsschiene zur Seite geöffnet wird.

Etwas für Tüftler: Nahtlose Integration von Sektionaltoren

Gemein ist den Schwing- und Kipptoren, dass sie durch ihr einteiliges Torblatt Flächen ohne Unterbrechung erlauben. Dabei lassen sich auch Sektionaltore bauseitig beplanken. Für einen optisch gelungenen Bezug zur Fassade müssen allerdings die Fassadenelemente eine Rhythmus aufweisen, die sich mit der Aufteilung der Torsektionen in Einklang bringen lässt - in vielen Fällen hat ein Tor 4 waagerechte Torglieder, die die Baurichthöhe gleichmäßig aufteilen. Nur so setzen sich Fugen und Sicken der Fassade optisch ohne Verspringen auf dem Tor fort. Das erfordert sorgfältige Abstimmung mit dem die Fassade ausführenden Unternehmen.

Brandschutzabschlüsse als Teil der Wand

Auch Brandschutzabschlüsse in großen öffentlichen oder gewerblichen Bauten lassen sich nahtlos in die Wandflächengestaltung integrieren. Die stumpf einschlagenden STS-Türen von Hörmann ermöglichen dies durch entsprechenden Einbau mit einer Blockzarge. Sie ergeben dann mit dem Baukörper eine bündige Fläche, so dass sich Elemente aus Stahl oder Aluminium auf dem Türblatt aufbringen lassen.

Das Türblatt der STS-Türen ist großflächig mit seinem Innenleben verklebt, so dass es auch bei zusätzlichem Gewicht eben bleibt. Allerdings ist eine geplante bauseitige Beplankung schon bei der Ausschreibung zu berücksichtigen, da sie bei der Dimensionierung der Bänder berücksichtigt werden muss. Zudem ist eine bauaufsichtliche Zulassung im Einzelfall zu erbringen.

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*)  Zur Erinnerung: "sui generis" ist lateinisch und heißt soviel wie "nur durch sich selbst eine Klasse bildend, einzig, besonders"

Weitere Informationen über Tore und Brandschutzabschlüsse zur bauseitigen Beplankung können per E-Mail an Hörmann angefordert werden.

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