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Industriebauer baut Indoor-Spielplatz mit Perspektive

(9.11.2010) Aus der Not eine Tugend machen - das dachten sich Nina und Peter Hartmann, ehemalige Inhaber einer Rastanlage mit Tankstelle, als sie sich zum Bau eines Hallenspielplatzes entschlossen. "Kinder wollen 365 Tage im Jahr beschäftigt werden, egal ob es schneit, regnet oder 40 Grad im Schatten sind. Unsere drei Jungs sind dafür der beste Beweis", erklärt das Ehepaar. Heute steht Paul, Emil und Max eines der größten Spielzimmer Europas zur Verfügung: "Nepomuks Kinderwelt" in Neuenburg am Rhein (siehe Google-Maps). Der Abenteuerspielplatz auf 8.400 m² verfügt über eine stets angenehm temperierte Halle und einen weitläufigen Außenbereich mit Blick auf Wald und Wiesen.


Aufenthaltsecke (Bild vergrößern)

Für die Bauherren war das Projekt Abenteuer und Risiko zugleich. Deshalb hat die Familie gründlich und leidenschaftlich recherchiert - fast 40 Anlagen haben sie getestet und mit den Betreibern gesprochen. Bei der Wahl des eigenen Baupartners haben sie sich mit Freyler für einen zunächst wenig verspielten Industriebauer entschieden.

Spielparadies für Klein und Groß

Schon als das Projekt noch in den Kinderschuhen steckte, war das Team von Freyler mit dabei. Um die Investitionssicherheit zu erhöhen, wurden mittels Projektierung im Vorfeld die wichtigsten Aspekte geprüft - dazu zählten ...

  • der Baugrund und der Bebauungsplan am gewünschten Standort in Neuenburg,
  • die behördliche Genehmigungsfähigkeit,
  • die bauliche Umsetzung,
  • die technische Ausstattung ebenso wie
  • eine spätere mögliche Umnutzung des Gebäudes.

Schließlich half Freyler der Familie Hartmann auch bei den Kaufgesprächen mit der Stadt. "Bauen für Kinder war auch für uns eine neue und spannende Aufgabe", erklärt Thomas Kindler, Bauingenieur bei Freyler, "doch die Idee hat uns sofort begeistert und wir waren überzeugt, die optimale Lösung für Groß und Klein zu entwickeln - ökologisch und ökonomisch sinnvoll."

Bei der Konzeption und Planung arbeiteten die Partner Seite an Seite. Nina und Peter Hartmann brachten das nötige Know-how für den späteren Spielbetrieb und die Gastronomie ein, das Team von Freyler seine Erfahrungen aus dem Bau von Freizeit- und Sportanlagen. Mittelpunkt der gesamten Anlage ist die 2.500 m² große Halle. Ganz nach den Wünschen der Bauherren ist diese hell und freundlich: Große Fensterflächen und Oberlichter lassen viel Licht ins Innere und das breite Stützenraster mit einer Spannweite von 36 Metern ermöglicht ein uneingeschränktes Sichtfeld.

Der Wartebereich mit Gastronomie liegt in einem Eck und bietet Eltern, Tanten, Onkeln und Großeltern zudem schnellen Zugang zu den Spielattraktionen - beispielsweise dem weltgrößten Kletterturm aus Bambus. Die bodentiefen Fenster ermöglichen freie Sicht nach draußen. Alles im Blick zu haben, soll Eltern, Kindern und auch den Betreibern ein entspanntes Gefühl vermitteln. Daher sind wiederum auch die Büros der Verwaltung im ersten Stock in unmittelbarer Nähe zum Essbereich untergebracht. Mit der erhöhten Lage bieten sie zudem einen Galerieblick über die gesamte Halle..

Besonders wichtig war dem Investorenpaar die ganzjährige Nutzung der Halle, die den Gästen eine sichere Alternative für Regen- und Hitzetage, Kindergeburtstage oder Ausflüge bietet. Freyler Industriebau hat daher moderne Gebäudetechnik integriert, die ein angenehmes Raumklima erwarten lässt und eine energieeffiziente Nutzung ermöglicht:

  • Eine Grundwasser-Wärmepumpe beheizt die Halle im Winter und kühlt sie im Sommer.
  • Dank einer energiesparenden Fußbodenheizung haben alle Gäste stets warme Füße, an heißen Tagen unterstützt sie obendrein die Kühlung.
  • Zusätzlich wird die Luft einmal pro Stunde komplett gefiltert und bei Bedarf vollständig ausgetauscht.

Die hochwertige Ausführung der Halle ermöglicht Spielen ohne Sorgen und Stress: Prallschutzwände und rutschfeste Böden aus reinigungsfreundlichem Vinyl mindern das Gefahrenpotential beim Herumtoben, pflegeleichte Oberflächen wie die Handläufe aus Edelstahl sind hygienisch. Selbstverständlich sind alle Spielgeräte vom TÜV abgenommen und es wurde auf Treppen sowie Wasserspiele verzichtet. Der Kleinkinderbereich kann mittels einer Tür geschlossen werden und bleibt dank Glaseinsätzen trotzdem einsehbar. Für die Genehmigung mussten obendrein alle Anforderungen erfüllt werden, die für Hallen und Räume zur Sport- und Mehrzwecknutzung gelten. Daher hat das Team von Freyler alle Brandschutzvorkehrungen und Fluchtwege so ausgelegt, dass bei einer Veranstaltung theoretisch bis zu 1.400 Menschen in die Halle dürfen.


Im Freien hat das Freyler-Team auch den Abenteuerspielplatz realisiert: Der großzügige Außenbereich schließt direkt an die Nordseite der Halle an - für Kinder und Aufsichtspersonen ist es ein Leichtes, von drinnen nach draußen zu kommen. Denn bei gutem Wetter lockt die Sonnenterrasse auch die Erwachsenen ins Freie. Highlight ist das 16 Meter lange Wikinger-Schiff aus Robinienholz, das Wahrzeichen des Spielparadieses. Es lädt ein zu Abenteuern auf hoher See und zur Reise in neue Welten. Wie bei den Indoor-Attraktionen wurde auf höchste Sicherheit geachtet: Der Fallschutzkies ist überall mit einer abgerundeten Gummikante eingefasst.

Perspektive?! Vom Spielplatz zur Produktionshalle

Die Lage im Dreiländereck Deutschland, Frankreich und der Schweiz direkt an der A5 verspricht neben Stammgästen und Touristen auch durchreisende Besucher. "Daher haben wir die Halle so gestaltet, dass sie schon von Weitem sichtbar ist", erläutert Thomas Kindler von Freyler die Architektur. "Mit Blick auf eine mögliche Umnutzung haben wir jedoch auch auf eine praktische und klassische Gestaltung geachtet." Ein rechteckiger Grundriss sowie die Hallenhöhe ermöglichen verschiedene Nutzungen, die Sandwich-Elemente und der orangefarbene Putz wirken freundlich, aber nicht zu verspielt.

Denkbar ist später eine völlig neue Nutzung des Gebäudes, beispielsweise zur Produktion. Das große Stützenraster ermöglicht die flexible Platzierung von Maschinen. Für eine optische Trennung wurde der Bistrobereich erhöht und mit einem hochwertigen Boden im Holzdesign ausgestattet, der aufgedoppelte Boden kann jedoch sehr leicht wieder entfernt werden. Zudem ist die komplette Gebäudetechnik auf eine Umnutzung vorbereitet und bei Bedarf erweiterbar.

Weitere Informationen zur Errichtung von Freizeitanlagen sowie zu Hallen-/Gewerbebauten können per E-Mail an Freyler angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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Playfix Indoor: Sicherheit auf Indoor-Spielplätzen (2.7.2010)