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VDI 2077: Heizkosten gerechter verteilen

  • Richtlinie VDI 2077 Beiblatt zeigt Verfahren auf

(7.11.2010) Einigen Mietern gingen (oder gehen noch) 2010 Heizkostenrechnungen zu, die erstmals das Beiblatt der Richtlinie 2077 "Verbrauchskostenabrechnung für die Technische Gebäudeausrüstung; Verfahren zur Berücksichtigung des Rohrwärmeanteils" berücksichtigen. Dadurch kann es zu teilweise deutlichen Kostenverschiebungen kommen.

Die Heizkostenverordnung gibt vor, dass entstehende Heizkosten verursachungsgerecht und verbrauchsabhängig zu verteilen sind. Da Heizwärme in erster Linie von den Heizkörpern abgegeben wird, werden Heizkostenverteiler folgerichtig an den Heizkörpern angebracht, um die an den Nutzer gelieferte Heizwärme zu messen. Wärme wird aber auch von allen anderen warmen Flächen im Raum abgegeben, so z.B. von ungedämmten Rohrabschnitten, die in oder auf den Wänden verlegt sind. Diese Wärme wird aber nicht von den Heizkostenverteilern erfasst, sie geht praktisch an ihnen vorbei. Werden die Heizkosten nach den erfassten Wärmeeinheiten verteilt, wird auch die nicht erfasste Nutzwärme nach den erfassten Werten verteilt, d.h., Nutzer, auf deren Heizkostenverteilern mehr Einheiten erfasst sind, zahlen mehr von der nicht erfassten Wärme und damit Wärme, die andere genutzt haben.

Mit der Richtlinie sollen Heizkostenabrechnungen gerechter werden, denn sie berücksichtigt die abgegebene Nutzwärme von ungedämmten Rohren. Diese wird demjenigen zugeordnet, die sie tatsächlich nutzt. Sollte die Heizkostenrechnung dieses Jahr deutlich höher ausfallen, sind aber auch der lange Winter und gestiegenen Energiepreise zu berücksichtigen.

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