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Weltweites Qualitätszeichen für antimikrobielles Kupfer

<!---->(8.9.2010) Antimicrobial Copper™ ist als globales Qualitäts­zeichen angelegt, mit dem Produkte gekennzeichnet werden können, die dank Kupfer Bakterien abtöten und so in der Lage sind, einen Beitrag zur Verringerung von Infektionsrisiken zu leisten. Das Zeichen soll Architekten, Ausrüstern, Patienten und Verbrauchern garantieren, dass entsprechend gekennzeichnete Produkte aus dem antimikrobiellen Oberflächenmaterial Kupfer oder einer Kupfer-Legierung gefertigt wurde.

Die antimikrobielle Wirksamkeit von Kupfer und Legierungen wie Messing und Bronze wurde 2009 durch die US-Umweltbehörde EPA bestätigt und weltweit in mehreren klinischen Tests wissenschaftlich untersucht. Dabei zeigte sich, dass sich die antibakterielle Wirkung von Kupfer nicht alleine auf Antibiotika resistente MRSA-Bakterien-Stämme bezieht, sondern auch auf eine Vielzahl pathogener Keime und selbst auf Viren - wie z.B. den Grippeerreger A H1N1.

In Deutschland wurden solche Untersuchungen 2008/2009 an der Asklepios-Klinik Hamburg-Wandsbek durchgeführt, wo eine Hälfte einer geriatrischen Station mit Türgriffen und Lichtschaltern aus einer Kupferlegierung ausgestattet wurde.


Über mehrere Monate hinweg untersuchten Wissenschaftler der Uni Halle die Keimbesiedlung der herkömmlichen sowie der kupferhaltigen Kontaktoberflächen und fanden auf den Kupferklinken eine erhebliche Keimreduktion vor sowie den Trend zu niedrigeren Infektionsraten bei Patienten in den mit Kontaktflächen aus Kupferlegierung ausgestatteten Krankenzimmern - siehe auch Beiträge "Kupfer gegen Keime: Erwartungen wurden übertroffen" vom 2.7.2009 sowie "Edelstahl versus Kupfer im Kampf gegen Keime" vom 17.12.2009.

Ähnliche Versuche wurden auch durchgeführt in Großbritannien am Sally-Oak-Hospital in Birmingham sowie in Japan, Chile, Südafrika, Griechenland, Skandinavien und auf Intensivstationen von drei verschienen Kliniken in den USA, wo sie auf Grund des „nationalen Interesses“ vom US-Verteidigungsministerium finanziert wurden. In allen Fällen zeigen die Ergebnisse auf kupferhaltigen Kontaktflächen im Vergleich zur Kontrollgruppe eine deutliche Keim-Reduktion, die je nach Rahmenbedingungen zwischen 60 und 100% schwankte.

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