Redaktion  || < älter 2010/1263 jünger > >>|  

Fertighaus-Kunstwerk: "Trash-Hotel" als Öko-Mahnmal

(1.8.2010) Ein von HA Schult als Öko-Mahnmal gestaltetes Fertighaus des Kürtener Herstellers Nordhaus hat bereits auf seiner ersten Station in Rom für Aufmerksamkeit gesorgt: Der Kölner Aktionskünstler HA Schult protestiert mit seinem "Save the beach"-Hotel gegen die zunehmende Verschmutzung der Meere und Küsten. Die Fassade des Hauses aus dem natürlichen Baustoff Holz wurde mit echtem Abfall von europäischen Stränden versehen. Mit dieser eigenwilligen Kombination will HA Schult die Betrachter zum Nachdenken über Umweltprobleme anregen.


Das Trash-Hotel ohne Strom und Wasser besteht aus Holz-Elementen, die von HA Schult mit Original-Abfall wie zum Beispiel Altreifen, Plastikbechern oder Kleidungsfetzen bestückt wurden. Für das 12 mal 10 Meter große zweigeschossige und acht Meter hohe Haus wurden 20 Kubikmeter Holz verarbeitet. Auf seiner Reise um den Globus muss das mobile Kunstwerk-Gebäude immer wieder demontiert und dann erneut aufgebaut werden. Möglich macht das die Fertigbauweise, bei der der Hausaufbau in der Regel innerhalb eines Tages erledigt ist.

Auf seiner ersten Station wurde das "Save the beach"-Hotel von Nordhaus-Mitarbeitern im Juni 2010 neben der Engelsburg in Rom - in unmittelbarer Nachbarschaft zum Vatikan - montiert und erstmals für Besucher geöffnet. Dabei wurde es offiziell von HA Schult und seiner Muse Elke Koska feierlich eröffnet. Bei Gästen und Medien stieß die Aktion offenbar auf großes Interesse. Dafür sorgten nicht zuletzt prominente Unterstützer: So hat das dänische Model Helena Christensen in dem Prachtbau der etwas anderen Art logiert und sogar übernachtet.

Der exzentrische Künstler HA Schult beschäftigt sich seit mehr als 40 Jahren in seinen Arbeiten mit Umweltthemen. Für Aufsehen sorgten unter anderem seine "Müll-Männer" bzw. "Trash-People", aus Abfall bestehende lebensgroße Figuren, die er unter anderem in New York zu Installationen vereinte. Im November soll das Kunstwerk, das im Rahmen einer Kampagne der Brauerei Corona von HA Schult realisiert wurde, in London gezeigt werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen: