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195 Mio. Euro: Mieter zahlen zu viel für's Ablesen der Heizung

(21.7.2010) Während Verbraucher ansonsten gewohnt sind, Preise zu vergleichen und auf das günstigste Angebot zu achten, tun sie dies in der Regel nicht beim Mess­dienstleister, der einmal jährlich den Heizungsverbrauch abliest. Nach einer Analyse von 12.500 Heizkostenabrechnungen der gemeinnützigen co2online GmbH zahlen sie deshalb im Schnitt 13 Euro zu viel im Jahr. Große Firmen wie Ista und Techem gehören demnach zu den teuersten Anbietern. Sie liegen mit ihren Gebühren um 24 bezie­hungsweise 18 Prozent über dem Bundesdurchschnitt

"Vermieter sind kaum motiviert, einen günstigen Anbieter zu suchen, weil sie die Mehrausgaben mit der Heizkostenabrechnung an ihre Mieter weiterreichen", sagt co2online-Geschäftsführer Dr. Johannes D. Hengstenberg. co2online bietet nun erstmals auf heizspiegel.de die Möglichkeit, die Preise verschiedener Messdienste zu vergleichen.

Bei 15 Millionen Mietwohnungen mit Zentralheizung in Deutschland sollen jährlich 195 Millionen Euro für Messdienstleisterkosten zu viel gezahlt werden. Schuld daran sind intransparente Marktverhältnisse und Versäumnisse der Hausverwaltungen. "Viele nehmen ihren Messdienst als gottgegeben hin. Sie wissen offensichtlich gar nicht, dass es verschiedene Anbieter gibt und verlängern bestehende Verträge unbesehen", ergänzt Dietmar Wall, Rechtsexperte des Deutschen Mieterbundes.

Kostenloses Heizgutachten bewertet Heiznebenkosten

Auf heizspiegel.de kann auch ein kostenloses Heizgutachten bestellt werden, das den energetischen Zustand der Wohnung oder des Gebäudes unter die Lupe nimmt und die Heizkostenabrechnung und die darin enthaltenden Heiznebenkosten analysiert. Dazu gehören neben den Kosten für den Messdienst die Ausgaben für den Betriebsstrom sowie die Wartung der Heizung. Außerdem können Mieter gratis bei co2online einen Musterbrief herunterladen. Damit können sie den Vermieter auffordern, den Mess­dienstleister zu wechseln oder günstigere Konditionen auszuhandeln.

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