Redaktion  || < älter 2010/0287 jünger > >>|  

Schlanke Fußbodenheizung auf trockener Holzfaser-Basis für Berliner Plattenpalast

(18.2.2010) Auch 20 Jahre nach dem deutschen Mauerfall gehören sie im Osten der Republik noch immer zum Stadtbild: gigantische Wohnsiedlungen in Plattenbauweise. Die zweckmäßigen und meist charakterlos gleichförmigen Gebäude bieten Platz für eine Vielzahl von Menschen. Ein völlig neues und unverwechselbares Gesicht bekamen 13 dieser alten Betonelemente nun auf deutlich kleinerem Raum vom Architektenteam Wiewiorra Hopp in Berlin verpasst.

Die Fassade des neu errichteten "Plattenpalasts" (siehe Bing-Maps und/oder Google-Maps) setzt sich komplett aus demontierten Bauteilen eines früheren Marzahner Hochhauses zusammen. Und auch die kupferfarbenen Fenster des 31 m² Innenfläche umfassenden Projektgebäudes sind Zeugen ihrer DDR-Vergangenheit. Sie stammen von dem im Dezember 2008 abgerissenen Palast der Republik. Neben der ökonomischen Wiederverwertbarkeit der Baustoffe spielte für die Planer auch die energiesparende technische Ausstattung im Innern eine wesentliche Rolle.

30 mm dick, trocken und demontierbar

Aus diesem Grund entschlossen sich die Architekten in Zusammenarbeit mit dem "Institut für Erhaltung und Modernisierung von Bauwerken" der TU Berlin unter anderem für eine moderne Fußbodenheizung von Danfoss. Gemeinsam mit der eingebrachten Silikatdämmung im Wand- und Deckenbereich sorgt diese für ein gesundes Raumklima in dem als Galerie genutzten Gebäude.

Für die Wahl des mit Warmwasser geführten Systems SpeedUp Eco war insbesondere die geringe Aufbauhöhe von lediglich 30 mm verantwortlich. "Denn die vorgeschriebene Mindesthöhe von 2,5 m für Aufenthaltsräume ist mit konventionellen Fußbodenheizungen meist nicht zu realisieren", berichtet der zuständige Architekt Carsten Wiewiorra. "Das System von Danfoss ist hingegen extrem niedrig und hat ein so geringes Gewicht, dass es selbst auf kleinstem Raum problemlos einsetzbar ist." Zudem besteht die Heizlösung aus natürlichen, druckstabilen Holzfaser-Elementen und ist speziell für den Trockenbau konzipiert. Dadurch lässt sich das Trittschall und Wärme dämmende System nicht nur schnell und sauber verlegen, sondern bei Bedarf auch einfach wieder demontieren - ganz im Sinne der Nachhaltigkeit.

Für die besonders energieeffizienten Eigenschaften von SpeedUp Eco sorgen unter anderem die aufkaschierten Wärmeleitbleche aus Aluminium. Diese liegen im Berliner Plattenpalast dauerhaft sichtbar direkt unterhalb des Oberbodens aus Trockenestrichelementen und transparenten PVC-Fliesen.

Schnell und gleichmäßig verteilen die Wärmeleitbleche die Strahlungswärme über die gesamte Fläche und reduzieren so die Aufheizzeiten. Die Steuerung und Programmierung unterschiedlicher Heizphasen erfolgt kabellos mittels der funkbasierten CF2-Raumtemperaturregelung - siehe Beitrag "Auf Draht ... aber per Funk: Regelsystem CF2 für Flächenheizungen" vom 30.4.2008. Eine Verlegung zusätzlicher Elektroleitungen ist somit überflüssig.

Weitere Informationen zur Fußbodenheizung SpeedUp Eco sowie der CF2-Raumtemperaturregelung können per E-Mail an Danfoss Wärme angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

ausgewählte weitere Meldungen: